Hochspannung vor Italien vs. Frankreich: Beide auf Mithilfe der Holländer angewiesen
- Bei Rumänien-Sieg fliegen die WM-Finalisten raus
- Teamchef van Basten: "Nehmen das Spiel sehr ernst"

·"Azzurri" wollen ein Ende der Negativserie
Seit 30 Jahren ohne Sieg gegen "Equipe Tricolore"
·Van Basten stellt gegen Rumänien um
Müde und angeschlagene
Spieler werden geschont
Vor der heutigen Neuauflage des WM-Finales von 2006 herrscht Hochspannung in der Gruppe C. Sowohl Italien als auch Frankreich hoffen nach jeweils einer Niederlage und einem Remis noch auf einen Aufstieg ins Viertelfinale (derzeit LIVE im news.at-Ticker). Doch beide Teams sind auf die Mithilfe der Niederlande angewiesen: Verlieren die als Gruppensieger fest stehenden "Oranjes" gegen Rumänien, wären sowohl Weltmeister Italien als auch Vizeweltmeister Frankreich bereits in der Gruppenphase ausgeschieden.
Dementsprechend selbstbewusst gehen die Rumänen in die Partie, wurden die Niederländer doch in der EM-Qualifikation mit 1:0 besiegt. "Das könnten 90 historische Minuten für unser Land werden", glaubt der rumänische Kapitän Christian Chivu an einen Sieg gegen die bisher überragend auftretende Niederlande in Bern. Gleichzeitig darf wohl erwartet werden, dass Oranje-Teamchef Marco van Basten einige Leistungsträger schonen wird - auch wenn der Bondscoach versicherte: "Wir nehmen das Spiel sehr ernst."
Die großen Kaliber Frankreich und Italien haben die Hoffnung jedenfalls noch nicht aufgegeben: "Wir müssen jetzt das wahre Gesicht der französischen Nationalmannschaft zeigen", stimmte Frankreichs Tormann Gregory Coupet seine Landsleute auf die wichtige Partie ein. Das Spiel gegen Italien werde zwar hart: "Aber wir haben mit ihnen nach dem verlorenen WM-Finale noch eine Rechnung offen."
Italien kann auch mit Remis aufsteigen
In Italien herrscht unterdessen ein wenig Katzenjammer, hatte man ursprünglich nach dem WM-Titel doch das Double mit dem Gewinn der EM-Krone im Sinn. Davon ist jetzt einmal nicht mehr die Rede: Teamchef Roberto Donadoni hat die Squadra Azzurra darauf eingeschworen, sich "nur auf das Spiel gegen Frankreich zu konzentrieren". Bei einer Niederlage Rumäniens könnte zwar schon ein 1:1- oder 2:2-Remis gegen Frankreich zum Aufstieg ins Viertelfinale reichen: Aber Sturmtank Luca Toni und Co. sind heiß auf den ersten Sieg bei der EURO.
(apa/red)
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