Rumänien sieht Masterplan fast vollendet: Piturca-Elf will gegen Niederlande gewinnen
- Mit einem Sieg zieht Rumänien ins Viertelfinale ein
- Verschörungstheorien werden vom Tisch gewischt

·"Oranje" verspricht:
"Nehmen Spiel ernst"
Niederlande kann sich gegen Rumänien schonen
Rumänien will heute die Sensation perfekt machen und ins Viertelfinale der EURO-2008 einziehen. "Das könnten 90 historische Minuten für unser Land werden", erklärte Kapitän Christian Chivu vor Rumäniens Spiel der Spiele in Gruppe C gegen Gruppensieger Niederlande (derzeit LIVE im news.at-Ticker). Mit einem Sieg gegen die Oranjes hätten die Rumänen wie bei der EM 2000 das Viertelfinal-Ticket in der Tasche, egal wie das Parallelspiel zwischen Italien und Frankreich in Zürich ausgeht.
Die Truppe von Teamchef Victor Piturca hat sich diese Ausgangsposition mit Unentschieden gegen Vizeweltmeister Frankreich (0:0) und Weltmeister (1:1) erarbeitet. "Wenn man nach den Spielen gegen Frankreich und Italien noch eine Aufstiegschance hat, dann ist das sehr beachtlich", meinte Piturca vor dem Entscheidungsmatch.
Masterplan vor Vollendung
Der Masterplan des großen Außenseiters steht nun vor der Vollendung. "Wir haben uns die Gruppe vor der EM genau angesehen. Und mit den beiden Unentschieden liegen wir voll im Plan. Denn in der Qualifikation haben wir die Niederländer geschlagen, und das trauen wir uns auch jetzt zu. Jetzt müssen wir unseren Plan nur noch vollenden", analysierte Getafe-Legionär Cosmin Contra.
In der Quali für die EURO hat Rumänien gegen die Mannschaft von Marco Van Basten in Constanta 1:0 gesiegt und in Rotterdam 0:0 gespielt. Die große Frage ist natürlich nun, wie stark der bisher so beeindruckende Gruppensieger im für ihn bedeutungslosen Match rotiert und nachlässt. Das befürchtet man vor allem im Lager der Italiener und der Franzosen. Rumäniens Stürmer Ciprian Marica bezeichnete diese Verschwörungstheorien als "Provokation" und "Psychokrieg".
Zwei Ausfälle schwächen
Rumänien muss beim Schlüsselmatch auf zwei wichtige Akteure verzichten. Innenverteidiger Dorin Goian ist nach zwei gelben Karten gesperrt und der defensive Mittelfeldspieler Mirel Radoi verletzt. Der 27-jährige Radoi hatte sich gegen Italien bei einem bösen Zusammenstoß mit seinem Teamkollegen Razvan Rat u.a. einen Nasenbeinbruch zugezogen.
"Ausfälle gehören leider zu einem Turnier dazu. Unser Kader hat aber genug Qualität, um diese zu kompensieren", meinte Marica, der nach einer im Training erlittenen Gehirnerschütterung für Dienstag bereit ist. Die größten Hoffnungen auf Tore ruhen aber wie immer auf Adrian Mutu, der gegen Italien einen Treffer erzielt und einen Elfmeter verschossen hat. Mutu war zunächst untröstlich und entschuldigte sich beim gesamten rumänischen Volk, erhielt jedoch in den Tagen danach Unterstützung von allen Seiten.
Auch Rumäniens Fußball-Legende Gheorghe Hagi meldete sich zu Wort. "Mutu muss diesen Elfmeter so schnell wie möglich vergessen. Ganz Rumänien muss das tun und ihn unterstützen. Ich bin mir sicher, dass sich Mutu gegen die Niederlande in Hochform zeigen wird. Die Mannschaft wird besser und besser und hat die Chance, in der Todesgruppe zu überleben", schrieb Hagi in seiner Kolumne in der Zeitung "Pro Sport".
(apa/red)
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