Kenne deine Freunde, und die Feinde noch besser: Was sind eigentlich die "Piefke"?
- Erklärung: Ein in Österreich unbeliebter Deutscher
- 1938 wurde Spitzname sogar unter Strafe gestellt!

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Jeder weiß, was gemeint ist - aber woher kommt der "Piefke"? Er ist der in Österreich unbeliebte Deutsche, umfassend charakterisiert in der TV-Serie "Piefke Saga". Abgeleitet wurde die unfreundlich gemeinte Bezeichnung vom preußischen Militärmusiker Johann Gottfried Piefke. Dieser schrieb den "Königgrätzer Marsch" zur Preisung der Schlacht, bei der Preußen 1866 die Sachsen und Österreicher im sogenannten Deutschen Krieg schlug.
Der "Piefke" ist ein Symbol für alle negativen Eigenschaften, die man vor allem den Preußen - übrigens ein gern verwendetes Synonym für "Piefke" - nachsagt. Der "Piefke" gilt in Österreich als laut, arrogant, besserwisserisch und - selbst wenn man ihn als Tourist braucht - als geizig. Er ist der Repräsentant des deutschen Spießertums, dem der österreichische Autor Felix Mitterer in den 90er Jahren die TV-Serie "Piefke-Saga" widmete - so weit die zutreffende Beschreibung der deutschen Presseagentur dpa.
Nach dem "Anschluss" 1938 nahm die Verwendung des Spitznamens in Wien derart überhand, dass sie von den "Piefke" unter Strafandrohung gestellt wurde und mit 70 Reichsmark Strafe belegt war. Das hat aber auch nichts genützt.
(apa/red)










