Dämpfer für Mächte Südamerikas: Brasilien und Argentinien patzen in WM-Qualifikation
- Rekord-Weltmeister enttäuscht und verliert verdient
- Nach fünf Runden führt Paraguay die Quali-Tabelle an

Rekord-Weltmeister Brasilien und Argentinien sind in ihren WM-Qualifikationsspielen gestrauchelt. Brasilien kassierte auswärts gegen Paraguay eine bittere 0:2-Pleite. Argentinien rettete in Buenos Aires mit einem Last-Minute-Treffer einen Punkt gegen Ecuador.
Nach fünf Runden führt Paraguay die Tabelle drei Punkte vor dem ersten Verfolger aus Argentinien an. Brasilien liegt auf dem vierten Platz, der als letzter einen Fixstartplatz bei der WM in Südafrika garantiert.
Vor rund 65.000 Zuschauern im ausverkauften Stadion "Defensores del Chaco" in Asuncion brachte Blackburn-Rovers-Stürmer Roque Santa Cruz die Hausherren gegen Brasilien in der 25. Spielminute verdient in Führung. Obwohl Paraguay bereits zwei Minuten nach der Pause Abwehrspieler Dario Veron mit einer Gelb-Roten Karte verlor und die gesamte zweite Hälfte in Unterzahl spielte, war Brasilien nie wirklich gefährlich. Die angeschlagenen Weltstars Kaka und Ronaldinho wurden vermisst. Schon in der 48. Minute sorgte Salvador Cabanas für den Endstand.
Brasilien zeigte wenige Tage nach der 0:2-Niederlage gegen Venezuela in einem Testspiel in den USA erneut eine schwache Leistung und wurde von allen Kommentatoren des südamerikanischen Landes heftig kritisiert. "Brasilien kann es sich nicht leisten, wie ein kleines Team zu spielen", klagte etwa TV-Starkommentator Galvao Bueno. Coach Dunga meinte nach der Pleite gegen Paraguay: "Es gibt Tage, wo es einfach läuft."
Ausgleich in letzter Minute
Brasiliens Erzrivale Argentinien stand bis zur letzten Minute des Spiels gegen Ecuador vor einer historischen Schlappe. Die Kicker des Andenlandes führten vor 60.000 enttäuschten Zuschauern im Monumental-Stadion in Buenos Aires dank eines herrlichen Weitschusses von Patricio Urrutia seit der 68. Minute. Argentiniens Coach Alfio Basile bewies aber ein "glückliches Händchen". Er wechselte Rodrigo Palacio ein, der im letzten Spielzug der Partie den Ausgleich erzielte.
(apa/red)
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