ElBaradei warnt vor Angriffen gegen Iran: Würde die Region in "Feuerball" verwandeln
- Für Chef der IAEO wäre Militärschlag Rücktrittsgrund
- Luftwaffenmanöver im Juni laut Israel "Generalprobe"
·Probeangriffe Israels
auf Irans Atomanlagen
Moskau warnt vor
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Der Chef der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA bzw. IAEO), Mohamed ElBaradei, hat für den Fall eines Militärschlags gegen den Iran seinen Rücktritt angekündigt. Ein Angriff würde es für mich unmöglich machen, meine Arbeit fortzuführen, sagte ElBaradei dem Fernsehsender "Al Arabiya". Ich glaube nicht, dass der Iran derzeit eine ernsthafte und dringliche Gefahr darstelle. Ein Militärschlag würde die gesamte Region in einen "Feuerball" verwandeln. Dies würde das Land erst recht dazu bringen, Atomwaffen bauen zu wollen, fügte er hinzu.
Nach einem US-Medienbericht hatte Israel Anfang Juni Angriffe auf iranische Atomanlagen geprobt. Die US-Regierung hat indes unterstrichen, dass sie den Iran auf diplomatischen und friedlichen Weg von der Entwicklung einer Atombombe abbringen will.
Israelischer Politiker: "Generalprobe"
Das von Israel Anfang Juni über dem Mittelmeer abgehaltene Luftwaffenmanöver sollte nach den Worten eines israelischen Politikers tatsächlich eine Warnung an den Iran darstellen. Die Iraner "sollten die Zeichen an der Wand" lesen, erklärte er nach Angaben der britischen Zeitung "The Times".
"Das war eine Generalprobe und die Iraner sollten das Skript lesen, bevor sie mit ihrem Atomwaffenprogramm fortfahren. Wenn Diplomatie keine Resultate bringt, wird Israel militärische Schritte setzen, um Teherans Produktion von waffenfähigem Uran zu stoppen", sagte der namentlich nicht genannte Amtsträger.
Fatale Folgen bei israelischem Angriff
Militärexperten gehen davon aus, dass ein israelischer Angriff auf iranische Atomanlagen Vergeltungsschläge mit Kurz- und Mittelstreckenraketen aus dem Iran, Syrien und dem Libanon nach sich ziehen würde. Zudem behauptet der Iran, Raketen vom Typ Shahab 3 mit einer Reichweite von 2000 Kilometern zu besitzen, die Israel und US-Stützpunkte im Persischen Golf treffen könnten. (apa/red)
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