Tschad-Kommandant im profil-Gespräch: Sieht keinen "großen militärischen Gegner"
- "Aufgabe ist weitaus unspektakulärer als erwartet"
- Umfeld im Krisengebiet 'von Kleinkriminalität geprägt'
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Wie das Nachrichtenmagazin "profil" in seiner aktuellen Ausgabe berichtet, schätzt das österreichische Eufor-Kontingent die Gefahr, von Rebellen angegriffen zu werden, auch nach der jüngsten Offensive der Aufständischen weiterhin als gering ein. Vergangene Woche hatten sich Rebellen und Regierungstruppen im Einsatzgebiet der Eufor heftige Kämpfe geliefert.
Zu Beginn der Mission habe man durchaus mit Gefechten gerechnet, so Oberst Heinz Assmann, bis vor wenigen Tagen Kommandant der im Tschad eingesetzten europäischen Spezialeinheiten gegenüber "profil": "Das ist zum Glück nicht eingetreten. Unsere tatsächliche Aufgabe ist weitaus unspektakulärer als erwartet, gleichzeitig aber weitaus komplexer, weil wir es nicht mit einer einfachen militärischen Konfrontationslage zu tun haben."
Kleinkriminalität
Das Umfeld sei "von Kleinkriminalität geprägt", so Assmann weiter: "Den großen militärischen Gegner, etwa in Form von schwer bewaffneten Räuberbanden, gibt es nicht."
Der dramatischste Zwischenfall, an dem Österreicher beteiligt waren, sei eine Begegnung mit drei bewaffneten Kamelreitern gewesen: Als die Patrouille näher kam, zückten die Männer ihre Waffen, um durchzuladen - und galoppierten umgehend davon, als die Bundesheer-Soldaten das Gleiche taten.
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(apa/red)
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