Waffenruhe zwischen Israel und Hamas:
Nach monatelangen Verhandlungen einig
- Durch Vermittlung des ägyptischen Geheimdiensts
- Weitere Gewaltakte wollen Inkrafttreten torpedieren

Nach monatelangen Verhandlungen haben Israel und die radikalislamische Palästinenserorganisation Hamas nach ägyptischen Informationen einen Waffenstillstand für den Gazastreifen vereinbart. Die Waffenruhe solle Donnerstag Früh beginnen, hieß es unter Berufung auf einen Vertreter Ägyptens. Hamas-Sprecher Sami Abu Zuhri hatte zuvor bereits gesagt, eine Einigung stehe unmittelbar bevor.
Vertreter beider Konfliktparteien hatten unter ägyptischer Vermittlung seit Monaten Gespräche geführt, um eine Waffenruhe im Gazastreifen und ein Ende der israelischen Blockade des Gebiets zu erreichen. Seitdem die Hamas vor einem Jahr die Macht im Gazastreifen ergriffen hatte, hatte es nahezu täglich Zusammenstöße zwischen israelischen Soldaten und palästinensischen Extremisten gegeben; dabei kamen hunderte Menschen ums Leben.
Der ägyptische Geheimdienstchef Suleiman war bei den Gesprächen über eine Waffenruhe als Vermittler zwischen der israelischen Regierung und der Hamas aufgetreten, die den Gazastreifen kontrolliert.
Nach der vermittelte Waffenruhe soll die israelische Blockade des Gazastreifens nur schritt- und teilweise aufgehoben werde. Die Waffenruhe soll nach ägyptischen Angaben am Donnerstag in Kraft treten und für sechs Monate gelten.
Der israelische Verteidigungsminister Barak hat Berichte über eine Waffenruhe als "verfrüht" bezeichnet. Man prüfe gegenwärtig die Möglichkeit, in nächster Zeit eine Waffenruhe zu vereinbaren, erklärte Barak in einer Ansprache in Beit Yehoshua nördlich von Tel Aviv.
Auch nach der Ankündigung einer Waffenruhe haben militante Palästinenser am Abend vier selbst gebaute Raketen in das israelische Grenzgebiet gefeuert. Israelische Medien berichteten, ein Kind in der Grenzstadt Sderot sei leicht verletzt worden. Drei weitere Menschen hätten einen Schock erlitten.
(apa/red)
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