SPÖ und ÖVP nerven! Krise in der Koalition
stößt den Österreichern unangenehm auf
- 85 % mit Regierung "gar nicht oder wenig zufrieden"
- Rochade schadet vor allem Gusenbauers Image

·SPÖ und ÖVP bringen sich schon in Stellung
Zwischen Provokationen und Neuwahlgeflüster
·Vizekanzler Molterer im NEWS-Interview
Kampfansage: "Ist SPÖ noch regierungsfähig?"
·"Ehrliche Chance für Neubeginn der SPÖ"
Bures: 'Viele froh, dass diese Debatte zu Ende ist'
Die Österreicher halten wenig von den jüngsten Personalrochaden der SPÖ. Das geht aus einer aktuellen Umfrage des Market-Instituts hervor. Demnach glauben nur 27 Prozent der Befragten, dass sich die Situation der Partei dadurch verbessern werde. 51 Prozent sehen keine Auswirkungen, 18 Prozent prophezeien eine Verschlechterung. Für Kanzler Gusenbauer hat die Rochade nur wenig positive Auswirkungen.
Drei Viertel der Befragten halten dessen Position für geschwächt. Die Unzufriedenheit mit der Regierung wird indes immer größer: 85 Prozent der Österreicher ist mit deren Arbeit "gar nicht oder wenig zufrieden".
Vor einem halben Jahr, im Dezember 2007, lag der Wert der Unzufriedenen noch bei 69 Prozent. Immerhin ein Drittel der Bevölkerung war damals noch der Meinung, die Performance der Regierung sei in Ordnung. Zufrieden sind derzeit mit der Regierung nur 13 Prozent, "sehr zufrieden" ist überhaupt nur ein Prozent. Mehr als drei Viertel sind unzufrieden.
Duell SPÖ-ÖVP: Konservative gewinnen
Im Duell SPÖ versus ÖVP steigt letztere eindeutig als Gewinner aus. 29 Prozent sind der Meinung, die ÖVP hat die bessere Arbeit geleistet. Nur elf Prozent bescheinigen dies der SPÖ. Wenig verwunderlich erscheint daher, dass 34 Prozent der Befragten der Volkspartei auch die bessere Lösungskompetenz zuschreiben. Den Sozialdemokraten trauen hingegen nur 19 Prozent die besseren Lösungen zu. Wären kommenden Sonntag Neuwahlen, dann käme die ÖVP auf 33 Prozent, die SPÖ auf 27 Prozent. Die FPÖ liegt mit 21 Prozent bei der Sonntagsfrage deutlich vor den Grünen mit 15 Prozent, das BZÖ käme nur auf drei Prozent.
An Auswirkungen der SPÖ-Personalrochaden glaubt die Bevölkerung nicht. So gibt die Mehrheit an, dass "die handelnden Köpfe gleich bleiben". Über 67 Prozent der Umfrage-Teilnehmer stellen sich die Zusammenarbeit zwischen Gusenbauer und dem neuen Parteichef Werner Faymann schwierig vor. (APA/red)
