Österreich braucht neue Frauenministerin: Bures-Nachfolge soll bald geklärt werden
- Präsidium übertrug Gusenbauer diese Entscheidung
- Für Wehsely und Frauenberger Amt "kein Thema"

Die Nachfolge der in die SPÖ-Parteizentrale wechselnden Frauenministerin Doris Bures dürfte schon in der nächsten Woche feststehen. Man habe in der SPÖ eine "Vielzahl von engagierten Frauen", die Entscheidung darüber habe das Parteipräsidium Bundeskanzler Alfred Gusenbauer übertragen und diese werde nächste Woche fallen, sagte Bures im Ö1-"Mittagsjournal".
Zu ihrem anstehenden Wechsel erklärte die scheidende Ressortchefin, man habe in der SPÖ "turbulente Zeiten" und es sei wichtig, dass man im Präsidium eine Entscheidung getroffen habe. Sei sei mit "großer Leidenschaft Frauenministerin" gewesen. Wenn sie aber gebraucht werde, dann stehe sie zu ihrer Verantwortung, daher habe sie sich entschlossen, die Organisation der SPÖ zu übernehmen.
Gefragt, ob sie diese Aufgabe besser als ihre Vorgänger Reinhard Winterauer und Josef Kalina zusammen meistern werde, meinte Bures, es sei nicht ihre Aufgabe, zu kritisieren, sondern die Kräfte zu bündeln. Die Ämtertrennung zwischen Bundeskanzler Alfred Gusenbauer und dem geschäftsführenden SP-Obmann Werner Faymann sei keine Übergangs-, sondern eine Dauerlösung: "Davon können sie ausgehen", so Bures.
Alle von Beobachtern genannten Kandidaten dementierten bisher freilich Ambitionen auf das freiwerdende Ministeramt. Nach SPÖ-Bundesfrauengeschäftsführerin Bettina Stadlbauer und der niederösterreichischen Landesrätin Gabriele Heinisch-Hosek erteilten auch die Wiener SP-Stadträtinnen Sonja Wehsely (Gesundheit) und Sandra Frauenberger (Frauen) diesbezüglichen Spekulationen eine Absage. "Das ist für die Frau Stadträtin kein Thema", so ein Sprecher Wehselys auf APA-Anfrage. "Kein Kommentar", hieß es auch im Büro der Frauenstadträtin: "Sandra Frauenberger ist in Wien sehr glücklich."
(apa/red)
