Hohe Benzinpreise vermiesen uns Urlaub:
Österreicher bleiben in der Nähe und sparen
- Bei Souvenirs und im Restaurant regiert Sparefroh
- Vor allem junge Österreicher verzichten auf Extras

·INFO-GRAFIK: Benzin und Mineralölsteuer
Bestandteile des Preises und seine Entwicklung
·Sind Autofahrer die Melkkühe der Nation?
Spritpreise spülen 5,7 Mrd. Euro ins Budget
Die steigenden Treibstoffpreise sind für viele Österreicher bereits zu einem ernsthaften finanziellen Problem geworden, gerade vor der nahenden Urlaubssaison. Wenn das Auto unentbehrlich ist, muss gezwungenermaßen in anderen Lebensbereichen gespart werden: 63 Prozent werden, bedingt durch die hohen Spritpreise, ihr Urlaubs- und Freizeitverhalten ändern. Das ergab eine aktuelle Umfrage der market-Marktforschung.
Vor allem junge Österreicher und Österreicherinnen (18 bis 29 Jahre) werden laut Umfrage auf das ein oder andere Extra bei Urlaub und Freizeit verzichten werden. Männer sind etwas eher gewillt als Frauen, beim Urlaub zu sparen. Weniger gespart wird bei den höheren Bildungsschichten mit Matura oder Uni-Abschluss: Nur 13 Prozent in dieser Gruppe geben an, sicher ihr Urlaubs- und Freizeitverhalten zu ändern, im Vergleich zu 31 Prozent bei Pflichtschulabsolventen.
Treibstoffpreise kürzen Urlaubsbudget
Bei einer Analyse möglicher konkreter Auswirkungen der erhöhten Spritpreise wird deutlich, dass die Treibstoffpreise vor allem das restliche Urlaubsbudget kürzen (78 Prozent) und die Österreicher somit auch im Urlaub den Gürtel etwas enger schnallen. 68 Prozent der Befragten gaben an, auf auswärts essen und Urlaubssouvenirs zu verzichten.
Beinahe zwei Drittel oder 63 Prozent haben vor, das Urlaubziel etwas näher an die Heimat zu verlegen, um dadurch Kosten zu sparen. Gut vier von zehn Österreicher versuchen dies zu erreichen, indem sie auf den teuren Fahrspaß mit dem Auto verzichten und mit anderen Transportmitteln in Urlaub fahren. Auch der gänzliche Verzicht auf eine Urlaubsreise ist für ein knappes Drittel (32 Prozent) eine mögliche Option, um den finanziellen Mehraufwand für das Tanken zu kompensieren. Dass der Treibstoff in nächster Zeit wieder günstiger werden könnte, daran glauben offensichtlich nicht mehr viele: Nur 17 Prozent wollen mit dem Urlaub noch warten, bis die Spritpreise wieder gesunken sind.
(apa/red)
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