Schlafapnoe schädigt Erinnerungsleistung:
Frühzeitige Prognose der Störung ist wichtig
- Bestimmte Hirnstrukturen in Mitleidenschaft gezogen
- Ein Teil der Atemwege ist während des Schlafs belegt

·Schlafapnoe: Frauen
viel häufiger betroffen
Bei Übergewicht und im
Klimax besonders stark
·Stress im Job lässt uns nicht einschlafen
Österreicher von Sonntag
auf Montag oft lange wach
·Schlafwandeln: Je müder, desto weiter
Studie: Schlafentzug bringt Wandler auf Trab
Eine Schlafapnoe erhöht nicht nur das Risiko für Herzkreislauf-Erkrankungen, sondern zieht auch das Gehirn in Mitleidenschaft. Amerikanische Neurobiologen entdeckten erstmals, dass die nächtlichen Atemaussetzer bestimmte Hirnstrukturen schädigen, die mit dem Speichern von Erinnerungen zusammenhängen.
Die Forscher der Universität von Kalifornien in Los Angeles verglichen 43 Schlafapnoe-Patienten mit 66 gesunden Menschen gleichen Alters und Geschlechts. Bei den Patienten waren die sogenannten Mamillarkörper, die an der Speicherung von Erinnerungen beteiligt sind, um fast 20 Prozent kleiner als bei den Kontrollpersonen.
Eine obstruktive Schlafapnoe, die sich etwa durch Schnarchen äußert, entsteht, wenn im Schlaf ein Teil der Atemwege verlegt wird. Die Atemaussetzer verursachen Sauerstoffmangel, der die Betroffenen während der Nacht immer wieder kurz aufwachen lässt. Die Neurobiologen vermuten, dass dieser Sauerstoffmangel die Mamillarkörper schädigt. Daher sei eine frühzeitige Diagnose der Störung wichtig. Allein in den USA leiden schätzungsweise 20 Millionen Menschen an einer Schlafapnoe. (apa/red)
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