Ob's wohl ein Junge oder ein Mädchen wird:
Ernährung der Mutter beeinflusst Geschlecht
- Entsprechender Nachweis schon bei Schafen erbracht
- Auch beim Menschen Tendenz nicht ausgeschlossen

·Höheres Sterberisiko
bei männlichen Babys
Medizin vergrößert diese
Geschlechter-Lücke noch
·Bub beschert Mutter postnatale Depression
Geburt eines Sohnes belastet Frauen stärker
Die Ernährung vor der Befruchtung beeinflusst das Geschlecht des Nachwuchses - zumindest bei Schafen. Mischten Forscher der Universität von Missouri den Tieren reichlich mehrfach ungesättigte Fettsäuren unter das Futter, so brachten die Schafe später wesentlich eher männliche Lämmer zur Welt. Der Anteil des männlichen Nachwuchses stieg bis auf 69 Prozent, wie das Team um Michael Roberts berichtet.
In dem Versuch unter kontrollierten Bedingungen stellten die Forscher fest, dass die Ernährung vor der Befruchtung der wichtigste Faktor ist, der das Geschlecht des Nachwuchses beeinflusst. Sie vermuten, dass Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren unter anderem Entzündungsvorgänge im Körper, das Immunsystem und auch das zentrale Nervensystem beeinflussen.
Aus evolutionsbiologischer Sicht ist bei guter Nahrungssituation männlicher Nachwuchs für die Vermehrung einer Art sinnvoller. Bei schlechten Umweltbedingungen sichert dagegen eher ein höherer weiblicher Anteil den Arterhalt. Erst kürzlich hatte eine Studie gezeigt, dass auch beim Menschen die Ernährung vor der Empfängnis das Geschlecht beeinflussen kann. (apa/red)
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