Großer Schritt im Kampf gegen Alzheimer:
Medikament bereits in der letzten Testphase
- Krankheit wird in kommenden Jahrzenten zunehmen
- Bis zum Jahr 2040 ungefähr viermal so viele Fälle

·Alzheimer-Risiko schon früh erkennbar!
'Verlässliche Prognose' für vergessliche Krankheit
·Prost! Weintrinken schützt vor Demenz
Funktioniert nicht mit Bier
und anderen Alkoholika
Forscher aus den USA und Europa hoffen, mit einem neuen Medikament einen großen Schritt im Kampf gegen die Demenzkrankheit Alzheimer voranzukommen. Das zurzeit klinisch getestete Mittel greife auf zwei Fronten das Alzheimer-Protein Beta-Amyloid an, das sich im Gehirn ablagert und dessen Funktion beeinträchtigt.
Die Arznei, die aus der Gruppe der Gamma-Secretase-Modulatoren (GSM) stammt, habe nicht nur dafür gesorgt, dass die Produktion von langen Beta-Amyloid-Stücken gesunken sei. Es habe gleichzeitig die Herstellung von kurzen Stücken begünstigt. Dadurch würden die langen Varianten daran gehindert, sich zusammenzuballen und die gefährlichen Ablagerungen zu bilden.
Für ihre Tests setzten die Ärzte ein GSM-Molekül namens Tarenflurbil ein, das als Flurizan vermarktet wird. Es befindet sich inzwischen in der dritten und letzten klinischen Testphase. Mehrere weitere Medikamente sollen in den kommenden Jahren getestet werden. Die meist ältere Menschen treffende Alzheimer-Krankheit wird in den kommenden Jahrzehnten durch die Bevölkerungsentwicklung stark zunehmen. Einige Schätzungen sagen einen Anstieg von heute 24 Millionen Erkrankten auf 42 Millionen im Jahr 2020 und 81 Millionen im Jahr 2040 voraus. (apa/red)
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