Polizei löst Blockade der Lkw-Fahrer auf: Europas Berufsfahrer gegen hohe Preise
- Wieder Verkehr zwischen Frankreich und Spanien
- Nach drei Tagen wird Streik in Portugal beendet
·Spritpreis-Streik in Südeuropa eskaliert!
BILDER: Tote in Spanien, Hamsterkäufe in Portugal
·Gezielte Maßnahmen gegen hohe Ölpreise
EU reagiert: Mehr Spiel- raum für Mitgliedstaaten
·Taxi-Streik: Nur 15 Teilnehmer in Wien
"Protestfahrt während der
EURO kontraproduktiv"
·Mineralölsteuer hat eine lange Tradition
Steuer bemisst sich an
der verkauften Menge
An den Grenzübergängen Perthus und Biriatou ist der Schwerlastverkehr zwischen Frankreich und Spanien wieder reibungslos gelaufen. Am Vorabend hatten die französische und die spanische Polizei dort in einer gemeinsamen Aktion die Lkw-Blockaden aufgelöst.
Die spanische Polizei ging auch gegen protestierende Lastwagenfahrer am Grenzübergang La Jonquera vor.
In Frankreich setzten die Lkw-Fahrer ihre Aktionen für eine Deckelung des Dieselpreises bei 98 Cent fort. Um die Maturaprüfungen nicht zu gefährden, bei denen die Schüler teilweise weite Wege zu ihren Prüforten zurücklegen müssen, wird aber zu kritischen Zeiten auf Verkehrsbehinderungen verzichtet.
Zwei Expediteursverbände in Spanien, die zu dem Streik aufgerufen hatten, lehnten in Verhandlungen mit der Regierung ein Paket von Hilfsmaßnahmen für den Transportsektor ab. Sie repräsentieren etwa 20 Prozent der Branche in Spanien.
Portugal beendet Streik
Die Lastwagenfahrer in Portugal haben ihren Streik aus Protest gegen die hohen Mineralölpreise nach drei Tagen beendet. Sie stimmten in der Nacht zum Donnerstag einem Übereinkommen zu, das die Expediteursverbände mit der Regierung in Lissabon ausgehandelt hatten.
Danach sollen die Lkw-Fahrer als Ausgleich für die gestiegenen Treibstoffkosten eine Reihe von Hilfen erhalten. Die Streikposten, die in verschiedenen Teilen des Landes den Lkw-Verkehr blockiert hatten, wurden abgezogen.
(apa/red)

