Ivica Vastic ist für späte Tore bekannt: Er rettete das ÖFB-Team nicht zum ersten Mal
- Bei der WM 1998 in Frankreich scorte er auch spät
- "Ivo" ältester Torschütze aller Europameisterschaften

·Vastic rettet Remis
in der Nachspielzeit
Elfmeter in letzten Minute
sichert ÖFB ersten Punkt
·Die ÖFB-Teamspieler
in der Einzelkritik
Korkmaz überragend und
Ivica Vastic kaltschnäuzig
Ivica Vastic. Ein Name, der für späte Tore in großen Spielen bürgt. Auch beim 1:1-Unentschieden der österreichischen Fußball-Nationalmannschaft gegen Polen rettete der "Superoldie" mit seinem Elfmeter-Treffer der ÖFB-Elf in der 93. Minute noch einen Punkt und hielt damit die Chance auf den Viertelfinaleinzug am Leben.
Vastic nahm Österreichs Fußball-Anhang auf eine kleine Zeitreise mit. Einen gedanklichen Ausflug zum 17. Juni 1998 als der gebürtige Kroate bei der WM in Frankreich im zweiten Gruppenspiel gegen Chile (92.) in letzter Sekunde den Ausgleich zum 1:1 erzielt hatte. Nur eine Minute früher als zehn Jahre später gegen Polen also. Eine im wahrsten Sinne des Worts reife Leistung, ist Vastic doch nicht nur der älteste Spieler bei der EURO, sondern nun auch der älteste Torschütze aller Europameisterschaften.
Wie im Spiel gegen Kroatien waren schon vor der Einwechslung des 38-jährigen Jokers die ersten "Ivo, Ivo"-Rufe durchs Prater-Oval geschallt, in der 64. Minute war es schließlich so weit. Kapitän Andreas Ivanschitz musste dem LASK-Regisseur, dessen Einberufung in den EURO-Kader schon Monate vor EM-Beginn hitzig diskutiert worden war, weichen.
Vastic, der nie einen Anspruch auf einen Platz in der Startformation gestellt und sich für allzeit bereiterklärt hatte, füllte die ihm zugeteilte Rolle im Mittelfeld im Vergleich zum Kroatien-Spiel zwar nicht so auffällig aus, sorgte schließlich aber für den finalen Paukenschlag. Nach einem Foul an Prödl, der einst wegen Vastic zu den Heimspielen von Sturm Graz gepilgert war, trat der Routinier an und ließ sich die Chance nicht nehmen. (apa/red)
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