12.6.2008 15:13

Vorgezogenes "Finale" für Hickersbergers
Mannen: Gegen Polen müssen 3 Punkte her

  • Assistent Herzog: "Ich glaube, dass wir gewinnen"
  • Ex-Legionär fordert mehr Dribblings und mehr Power

Für das österreichische Nationalteam ist der zweite Auftritt in der Gruppe B der EURO 2008 fast schon mit einem sportlichen Schicksalsspiel gleichzusetzen. Alles andere als ein Sieg heute (20.45 Uhr/live auf news.at) im Wiener Happel-Stadion gegen Polen würde wohl den Abschied vom Heim-Turnier bereits nach der Gruppenphase bedeuten - das weiß auch Teamchef-Assistent Andreas Herzog.

"Das ist ein vorentscheidendes Spiel. Wir wissen, dass die Polen eine starke Mannschaft haben, aber wir müssen auf unsere Stärken schauen und das Spiel gewinnen. Und ich glaube auch, dass wir gewinnen werden", erklärte der ÖFB-Rekord-Internationale vor dem Duell der beiden noch punktlosen Teams.

Nach der 0:1-Niederlage zum Auftakt gegen Kroatien habe sich jegliche Rechnerei erübrigt. "Für uns hat schon jetzt die K.o.-Phase begonnen. Wir müssen gewinnen, um im Rennen zu bleiben. Mit null Punkten gegen Deutschland zu spielen, wäre alles andere als optimal", meinte der Wiener.

Herzog sprach zwar von einer guten Leistung gegen Kroatien, "aber wir haben in diesem Match entscheidende Fehler gemacht, das muss sich ändern". Ändern sollen sich nach dem Geschmack des Teamchef-Assistenten auch andere Dinge im Spiel der Österreicher. "Wir müssen noch mehr Gewalt und Power reinbringen", forderte der 39-Jährige, der noch immer der verpassten Chance gegen die Balkan-Truppe nachtrauert. "Kroatien ist zwar gegen uns immer Favorit, aber an diesem Tag hätten wir sie schlagen müssen."

Sieg ist möglich
Gegen die Polen soll sich nun das Blatt wenden. "Wir haben das Zeug dazu, sie zu besiegen", behauptete Herzog. Dafür müsse man jedoch den Gegner noch mehr unter Druck setzen und mehr Dribblings in den Strafraum wagen, was gegen Kroatien nicht gelang. "Wir haben dem Schiedsrichter nicht einmal eine Möglichkeit gegeben, den Elfer zu korrigieren", meinte Herzog, nach dessen Angaben in den verbleibenden Stunden bis zum Anpfiff noch an Kleinigkeiten wie den richtigen Laufwegen gefeilt wird.

Über polnische Medienberichte, die während des Spiels Sticheleien gegen Emanuel Pogatetz fordern, um einen Ausschluss des Middlesbrough-Legionärs zu provozieren, kann der Teamchef-Assistent nur den Kopf schütteln. "Das ist Schwachsinn hoch zehn. Aber was irgendwelche Medien verbreiten, interessiert uns nicht."

(apa/red)

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12.6.2008 15:13
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