Tödliche Suche nach geflohenen Häftlingen:
Bisher wurden 15 Aufständische getötet
- 1.000 Gefängnis-Insassen zuvor bewaltsam befreit
- Karsai: Afghanistan sei ein "Opfer des Terrorismus"

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In Afghanistan sind bei der Suche nach mehr als 1.000 gewaltsam befreiten Gefängnis-Insassen mehr als 15 Aufständische getötet worden. Unklar blieb zunächst, ob es sich bei den Opfern tatsächlich um einige der flüchtigen Häftlinge handelte, die von Taliban-Kämpfern aus einem Gefängnis der südlichen Stadt Kandahar befreit worden waren.
Zuvor hatte es geheißen, dass die Sicherheitskräfte erst 20 der geflohenen Häftlinge gefasst habe. Die Extremisten hatten das Gebäude im Schutz der Dunkelheit eingenommen. Unter den über 1.000 befreiten Häftlingen befanden sich nach Regierungsangaben auch etwa 400 Taliban. Mindestens 15 Wachleute starben bei dem Angriff, zu dem sich die Taliban bekannten. Kandahar gilt als Hochburg der radikal-islamischen Gruppe.
Afghanistan "Opfer des Terrorismus"
Der afghanische Präsident Karsai hat nach dem Taliban-Sturmangriff auf das Gefängnis mit Angriffen auf Stellungen der Aufständischen im Nachbarland Pakistan gedroht. Afghanistan sei ein "Opfer des Terrorismus", der auf der pakistanischen Seite der gemeinsamen Grenze seinen Ursprung habe, sagte Karsai am Sonntag in Kabul. Tausende Taliban-Kämpfer würden von dort nach Afghanistan "entsandt", daher habe sein Land ein Recht auf "Selbstverteidigung".
Das Grenzgebiet im Nordwesten Pakistans gilt als Rückzugsraum für in Afghanistan aktive Taliban-Kämpfer und Al-Kaida-Terroristen. Die Regierung in Kabul wirft Pakistan vor, nicht entschieden genug gegen die Extremisten vorzugehen. Pakistan weist die Vorwürfe zurück.
(apa/red)
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