Oppositionschef Tsvangirai inhaftiert: Zum fünften Mal während Wahlkampf eingesperrt
- An Straßensperre mit elf weiteren Politikern verhaftet
- Tendai Biti in Handschellen und Fußeisen vorgeführt

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"hoffnungsloser Fall"
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Afrika äußert kaum Kritik an Simbabwes Staatschef
In Simbabwe ist Oppositionschef Morgan Tsvangirai gemeinsam mit elf weiteren Politikern seiner Bewegung für Demokratischen Wandel (MDC) festgenommen worden. Es ist das fünfte Mal in eineinhalb Wochen, dass er während seines Wahlkampfes ohne Angabe von Gründen festgesetzt wurde. In der Vergangenheit wurde er meist nach mehreren Stunden wieder freigelassen.
Die jüngste Festnahme erfolgte nach Angaben seiner Partei an einer Straßensperre außerhalb des Ortes Shurungwi. "Es ist schlichtweg unmöglich, von freien und fairen Wahlen in Simbabwe zu sprechen - alles andere würde ganz klar bedeuten, die schweren Behinderungen, Einschüchterungen und Gewalt gegen die Bevölkerung auszublenden", erklärte MDC-Sprecher Nqobizitha Mlilo.
Biti in Handschellen und Fußeisen vorgeführt
In Harare wurde MDC-Generalsekretär Tendai Biti in Handschellen und Fußeisen sowie unter schwerer Bewachung einem Haftrichter vorgeführt. Biti war nach seiner Rückkehr von einem zweimonatigen Auslandsaufenthalt festgenommen worden und seitdem aus der Öffentlichkeit verschwunden. Ihm wird nach Polizeiangaben die illegale Verbreitung von Wahlergebnissen und Hochverrat vorgeworfen - darauf steht bei einer Verurteilung die Todesstrafe.
Im Vorfeld der Stichwahl ums Präsidentenamt am 27. Juni zwischen Tsvangirai und Amtsinhaber Robert Mugabe hatte Biti versucht, vom Ausland aus politische Unterstützung gegen die Unterdrückung der Opposition im Wahlkampf zu mobilisieren. Beide Kandidaten hatten im ersten Wahlgang keine absolute Mehrheit erreicht.
(apa/red)
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