Ban stimmt Kosovo-Plänen der Union zu: UNO-Verwaltung in EU-Mission umgestaltet
- Mit Rußland wurde scheinbar Kompromis erzielt
- Unklarer Status der nördlichen Gebiete des Kosovos

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Das Kosovo-Problem und sein rechtlicher Status
Vier Monate nach der Unabhängigkeitserklärung des Kosovo wird die bisherige UNO-Verwaltung in dem Gebiet durch eine neue EU-Mission abgelöst. "Es ist meine Absicht, die Struktur und das Profil der internationalen Zivilpräsenz so umzugestalten, dass die Europäische Union eine erweiterte operative Rolle im Kosovo im Einklang mit der Resolution 1244 übernehmen kann", teilte UNO-Generalsekretär Ban Ki-moon in einem Schreiben an den kosovarischen Präsidenten Fatmir Sejdiu mit.
Die UNO-Vetomacht Russland hat sich bisher einer Übertragung der Befugnisse der UNO-Verwaltung auf die EU-Mission, die dem Kosovo auf dem Weg in die Unabhängigkeit helfen soll, widersetzt. In den vergangenen Wochen waren jedoch intensive Beratungen zwischen den Vereinten Nationen und Belgrad im Gang, um einen Kompromiss zu erreichen. Beobachter rechnen damit, dass die UNO-Verwaltung in den mehrheitlich serbischen Gebieten des Kosovo weiter aufrecht bleiben wird, während der albanische Teil des neuen Staates unter EU-Oberhoheit stehen wird. Zwei Drittel der EU-Staaten haben die am 17. Februar ausgerufene Unabhängigkeit des Kosovo anerkannt. (apa/red)
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