Donnerstag, 12. Juni 2008

Heikle Themen bei Bush-Besuch in Rom: Afghanistan als Streit zwischen Verbündeten

  • Treffen mit Berlusconi und Napolitano angesetzt
  • Audienz bei Papst steht ebenfalls auf Tagesordnung

US-Präsident George W. Bush, der in Rom gelandet ist, trifft den italienischen Staatspräsidenten Giorgio Napolitano. Danach ist ein Treffen mit dem italienischen Regierungschef Silvio Berlusconi vorgesehen. Der Rom-Besuch ist die dritte Etappe von Bushs Abschiedsreise durch Europa. Danach wird Bush vom Papst empfangen.

Von Italien will Bush mehr Engagement in Afghanistan einfordern. "Wir haben dort noch eine Menge Arbeit zu tun ", sagte der US-Präsident vor seiner Abreise nach Europa. Der Iran und sein umstrittenen Atomprogramm, der Irak-Konflikt und Afghanistan dürften bei dem Treffen angesprochen werden.

In Rom wurden wegen Bushs Besuch strenge Sicherheitsmaßnahmen ergriffen. Tausende Soldaten und Polizisten bewachen die Innenstadt. Alle wichtigen Denkmäler, die U-Bahn-Zugänge und die Sitze wichtiger Institutionen sollen strengstens kontrolliert werden. Über 10.000 Sicherheitskräfte werden zum Schutz von Bushs dreitägigem Besuch eingesetzt. Am Mittwochnachmittag fand in Rom eine große Demonstration gegen die Irak-Politik Bushs statt, an der sich mehrere Tausende Menschen beteiligten.

(apa/red)

12.6.2008 09:34