Genugtuung der EU über neue Festnahme: Forderung nach Auslieferung Zupljanins
- Sofortige Überstellung ans Kriegsverbrechertribunal
- Bedingung für Annäherung Serbiens an die Union

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Die slowenische EU-Ratspräsidentschaft hat die Festnahme des mutmaßlichen serbischen Kriegsverbrechers Stojan Zupljanin begrüßt. Der in der Nähe von Belgrad Gefasste müsse nun unverzüglich ans Kriegsverbrechertribunal in Den Haag überstellt werden, erklärte sie. Die EU-Präsidentschaft äußerte die Hoffnung, dass Serbien seine Anstrengungen verstärkt, um die Bedingungen für eine weitere Annäherung an die EU zu erfüllen.
Die Festnahme Zupljanins sei ein wichtiger Schritt dorthin. Zupljanin gehört zu den vier meist gesuchten mutmaßlichen serbischen Kriegsverbrechern. Er war seit über einem Jahrzehnt untergetaucht. Der 56-Jährige ist angeklagt, während des Bürgerkrieges in Bosnien- Herzegowina (1992-1995) als leitender Polizist und Geheimdienstler zahlreiche Verbrechen gegen die Menschlichkeit verübt zu haben.
Die EU macht die Ratifizierung eines Stabilisierungs- und Assoziierungsabkommens mit Serbien davon abhängig, dass Belgrad uneingeschränkt mit dem UN-Tribunal kooperiert. Vor allem wird die Verhaftung des serbischen Ex-Generals Ratko Mladic erwartet. Nach der Ratifizierung des SAA kann Serbien Kandidat für einen EU-Beitritt werden.
(apa/red)
