Dienstag, 10. Juni 2008

UNO schlägt Alarm: Noch immer mehr HIV-Neuinfektionen als Therapieaufnahmen

  • Rascher Zugang zu antiretroviraler Therapie gefordert
  • 33,2 Millionen weltweit mit tödlichem Virus infiziert

Die Zahl der weltweiten Neuinfektionen mit dem HI-Virus steigt nach Angaben der Vereinten Nationen noch immer schneller als die Zahl derer, die eine antiretrovirale Therapie beginnen. Wenn nicht rasch deutlich mehr Menschen Zugang zu derartigen Medikamenten erhielten, werde die Belastung einzelner Haushalte und ganzer Gesellschaften durch Aids weiter steigen, erklärte UN-Generalsekretär Ban Ki Moon zum Auftakt einer mehrtägigen Debatte der Vereinten Nationen über Aids-Vorbeugung in New York.

Im vergangenen Jahr hätten sich 2,5 Millionen Menschen mit dem Virus infiziert, eine Million Menschen hätten eine entsprechende Therapie begonnen, sagte Ban. Nach Zahlen der UN starben 2007 rund 2,1 Millionen Menschen an Aids. Weltweit tragen mindestens 33 Millionen Menschen das Virus. Darüber hinaus haben laut UN Menschen, deren Immunsystem durch HIV geschwächt ist, ein 50 Mal höheres Risiko als andere, an Tuberkulose zu erkranken.

Nach Angaben des Aids-Programms der Vereinten Nationen (UNAIDS) waren Ende 2007 weltweit 33,2 Millionen Menschen mit HIV infiziert (2001: 29,0 Millionen). Unter ihnen sind etwa 2,5 Millionen Kinder. Im vergangenen Jahr kamen 2,5 Millionen Neuinfektionen dazu (2001: 3,2 Millionen). Weltweit starben 2,1 Millionen Menschen an Aids (2001: 1,7 Millionen). Am schlimmsten betroffen ist Afrika südlich der Sahara mit 22,5 Millionen Infizierten (2001: 20,9 Millionen). Die Länder Swasiland und Lesotho haben mit mehr als 25 Prozent aller Erwachsenen die höchsten Infektionsraten. Weltweit liegt die Rate bei 0,8 Prozent.

(apa/red)

10.6.2008 16:28