Dinkhauser hofft auf Regenbogenkoalition: Verhandlungen mit Parteien werden gesführt
- ÖVP-Rebell fordert Neuwahlen und Pröll als Parteichef
- Strache befürchtet Allianz der Wahlverlierer in Tirol

·Erste Gespräche in Tirol: Wenig Neues
Dinkhauser ist der letzte Gesprächspartner der VP
·SPÖ befasst sich mit Tiroler Wahlschlappe
"Offene und kritische Analyse" steht am Plan
·Dinkhauser schafft es
auf Anhieb auf 18,3%
Erreichte bei Tirol-Wahl sensationellen 2. Platz
VP-Parteirebell Fritz Dinkhauser glaubt weiter an eine Tiroler Koalition seiner Liste mit SPÖ, FPÖ und Grünen. Noch diese Woche werde er entsprechende Gespräche führen, kündigte er in einem Gespräch gegenüber "News" an.
Seit dem Abend des Wahlsonntag könne er sich vor Anfragen vor allem aus ÖVP-Kreisen anderer Bundesländer kaum erwehren - aus der Steiermark, aus Oberösterreich, aus Salzburg und aus Kärnten ereilten ihn Hilferufe: "Wir sind Bürgerliche und fühlen uns von der Bundes-ÖVP nicht mehr vertreten. Wir brauchen auch solche Bürgerforen, wir brauchen auch einen Fritz Dinkhauser" Er schloss nicht aus, dass aus seiner Tiroler Bürgerbewegung eine österreich-weite Initiative werden könnte.
Aufruf zu Neuwahlen
Auf Bundesebene trat er für sofortige Neuwahlen ein und forderte die Bundes-ÖVP zum Obmannwechsel auf. Statt Wilhelm Molterer ("Vizekanzler kann er schon bleiben") wolle er Niederösterreichs Landeshauptmann Erwin Pröll als neuen ÖVP-Chef. Die Partei müsse endlich wieder straff geführt werden, damit es zu einer Auferstehung einer neuen christlich-sozialen Politik komme, meinte Dinkhauser.
Kommentar Straches
In Tirol würden jetzt "die beiden Wahlverlierer (LH Herwig) Van Staa und (Hannes) Gschwentner eine weitere rot-schwarze Koalition auspackeln", kritisierte FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache am Mittwoch. Beide hätten eine verheerende Wahlniederlage erlitten, aber nichts daraus gelernt - sondern sich "von ihren Parteigremien bestätigen lassen, um so weiterzuwursteln wie bisher". Strache sieht darin eine "unfassbare Arroganz".
FPÖ-Generalsekretär Herbert Kickl befasste sich in einer Aussendung mit der "internen Analyse der Roten" nach dem erneuten Wahldebakel in Tirol. "Derselbe fehlende politische Mumm, den sie hinter vorgehaltener Hand bei Gusenbauer und seinem Regierungsteam konstatieren, ist offenbar auch die Hauptcharaktereigenschaft von Häupl, Voves und Co.", befand er.
(apa/red)
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