Großeinsatz in Kärntner Aslywerberheim:
Ein Toter nach einem Brand in Klagenfurt
- Insgesamt wurden 20 Heimbewohner verletzt
- Untersuchung über Brandursache wurde eingeleitet

Ein Todesopfer, drei Schwer- und 17 Leichtverletzte hat ein Brand in einem Klagenfurter Asylantenheim gefordert. Die meisten Opfer waren laut Polizei durch Sprünge aus dem ersten und zweiten Stockwerk des im Stadtteil Fischl gelegenen Gebäudes zu beklagen. Bei dem tödlich verunglückten Mann handelt es sich um einen 42-jährigen Ghanesen.
Als das Feuer ausbrach, befanden sich 49 Asylwerber in dem Gebäude. Die Nationalität aller Verletzten stand noch nicht fest, laut Polizeiangaben stammt aber der Großteil der Heimbewohner aus Afrika. Noch nicht geklärt war auch die Brandursache, mit den Ermittlungen wurde das Landeskriminalamt betraut. Zudem wurden Experten des Bundeskriminalamtes angefordert.
Sprung aus dem Fenster
Das Feuer war in den Morgenstunden ausgebrochen. Nachdem der Erste der Heimbewohner sein Heil in einem Sprung aus dem Fenster gesucht hatte, kam es zu einer wahren Massenpanik. Drei Menschen erlitten bei ihrem Aufprall auf dem Asphaltboden Knochenbrüche, die die meisten anderen Verletzten Rauchgasvergiftungen. Lebensgefahr bestand aber für keinen der Betroffenen.
Alle Asylwerber wurden in einem anderen Heim in Klagenfurt untergebracht. Sie begründeten die Panikreaktionen ihrer aus den Fenstern gesprungenen Landsleute damit, sie hätten nicht mit so rascher Hilfe gerechnet. Die Erfahrungen aus ihrer Heimat haben die Menschen gelehrt, bei Feuer sofort die Flucht zu ergreifen, ein Feuerwehrwesen wie hierzulande gebe es dort nämlich nicht.
(apa/red)
Paketfunde in Kanada10:02
Pornostar als Killer?29-jähriger Luka Magnotta soll Bekanntschaft ermordet, zerstückelt und verschickt haben
Familiendrama in St. Pölten11:38
Gedenkfeier in SchuleLehrer und Schüler nehmen Abschied von getötetem Buben - Kinder psychologisch betreut
