Schlechte Resultate bei Taxi-Überprüfung:
Drakonische Strafen für 'schwarze Schafe'?
- Taxiverband-Obmann fordert Konzessionsentzug
- Sieht Hauptursache in Wegfall der Bedarfsprüfung

·Verkehrsgefährdung durch Wiener Taxis
25 Anzeigen bei Kontrolle in der Wiener Innenstadt
Eine strenge Bestrafung jener Unternehmer, die Taxameter manipulieren und Lenker ohne Ausbildung einsetzen, forderte der Verband der österreichischen Autotaxiunternehmer. Grund dafür waren die wenig zufriedenstellenden Resultate einer jüngsten Überprüfung. Der sofortige Konzessionsentzug müsse laut Ramharter, Obmann des Taxiverbandes, die Folge von derartigen Verfehlungen sein.
"Es kann nicht widerspruchslos hingenommen werden, dass eine Branche in Verruf kommt, nur weil ein paar schwarze Schafe sich nicht an Vorschriften halten und auch noch die Fahrgäste betrügen", so Karl Ramharter. Dabei habe sich dieses "Fiasko schon in der Vergangenheit abgezeichnet". Der Taxiverband habe stets gewarnt: "Durch den Wegfall der Bedarfsprüfung kommen auch Glücksritter zu einer Konzession für das Taxigewerbe, und die sind meist nur auf schnelles Geld ohne Rücksicht auf Verluste aus."
Ein Indiz dafür sei die stetige Zunahme an Insolvenzen. Während vor etwa 20 Jahren kaum ein Taxiunternehmer in Konkurs gehen musste, seien heute insolvente Taxiunternehmer in der Insolvenzstatistik durchaus auffindbar, hieß es in einer Aussendung.
Ramharter betonte, auch die Stadt Wien sei nun gefordert, "endlich einer vernünftigen Fahrpreiserhöhung zuzustimmen". Das bisher letzte Angebot zur Preiserhöhung von 1,9 Prozent mache es "den ehrlichen Unternehmern immer schwerer zu überleben und die Qualitätskriterien des Taxiverbandes wie gepflegte und saubere Autos oder verbesserte Ausbildung der Lenker zu erfüllen". (apa/red)
