BP-Chef Strassl macht Markt verantwortlich:
Öl-Firmen sind nicht an hohen Preise Schuld
- Durch hohe Nachfrage könnte der Preis weiter steigen
- Normalbenzin wegen geringen Absatzes vom Markt

·Normalbenzin adè: BP
nimmt Sprit vom Markt
Und jetzt? BP Ultimate Super 95 als Nachfolger
·Autofahrer müssen jetzt ganz tapfer sein
Treibstoffpreise gehen weiter auf Rekordjagd
·Umweltschonend und schon ein Bestseller
Toyota Prius bereits über eine Million Mal verkauft
Der Vorstandsvorsitzende von BP-Österreich, Hans Strassl, hat den Markt für die hohen Treibstoffpreise verantwortlich gemacht. "Der Markt schafft die Preise", sagte Strassl in der "ZiB2". Vor allem nach Diesel sei die Nachfrage riesig und steige beständig. So benötige China Diesel auch zur Erzeugung von Strom. Der BP-Austria-Chef schloss nicht aus, dass Diesel demnächst auf über 1,50 Euro steigen könnte.
Strassl wies Vorwürfe zurück, dass die Ölfirmen mit den hohen Treibstoffpreisen ihre hohen Gewinne lukrieren. Dass alle Ölfirmen zusammen heuer den Rekordgewinn von 420 Mrd. Dollar erwarten und BP in den ersten drei Monaten 7,5 Mrd. Dollar verdient hat, habe damit nichts zu tun. 90 Prozent der Gewinne kämen aus der Förderung und Produktion von Öl, nur ein Minimum davon kommen aus dem Verkauf. Und die Notierungen für Diesel seien von Jahresbeginn bis 6. Mai um 23 Prozent gestiegen, die Tankstellenpreise hingegen "nur" um 15 Prozent.
Dass BP Normalbenzin vom Markt nehme, begründete Strassl damit, dass er nur noch sechs Prozent des Gesamtabsatzmarktes ausmache. Es sei auch nicht richtig, dass man zuerst den Preis für Normalbenzin verteuert habe und dann der Absatz dafür zurückgegangen sei. Die USA hätten große Mengen Normalbenzin in Europa gekauft, daher seien die Notierungen gestiegen. (apa/red)
