Dienstag, 20. Mai 2008

EM-Traum Córdoba 2008: Jetzt spricht Kapitän Andreas Ivanschitz im NEWS-Magazin

  • Ivanschitz: "Österreich wird hinter uns stehen"

EUROPHORIE. Jetzt ist auch der Kapitän an Bord. Wie der 24-jährige Burgenländer das Nationalteam auf das Jahrhundertturnier einschwört.

Vor einer Woche flanierte er noch mit Frau Anja und Söhnchen Ilia über die piekfeine Strand­promenade im Athener Vorort Glyfada, seit Montag schwitzt Andreas Ivanschitz im eher rus­tikalen Ambiente der Sportschule Lindabrunn nahe Wien. Der Kapitän der österreichischen Fußball-Nationalmannschaft gönnte sich nach einer überaus erfolgreichen Saison mit Panathinaikos Athen, die er mit zwei Traumtoren im Champions-League-Play-off gegen AEK krönte, nur eine kurze Verschnaufpause – daheim bei den Eltern und den zwei Brüdern im burgenländischen Baumgarten.

Selbstbewusst. Ab sofort zählen für den 24-Jährigen nur mehr das Nationalteam und die EURO 2008: „Wir werden in den nächs­ten Wochen alles, wirklich alles geben, damit wir bei diesem Turnier das Beste für Österreich herausholen. Das ist eine Jahrhundertchance für den österreichischen Fußball – und wir werden sie nützen.“ Motiviert bis unter die Haarspitzen wollen Ivanschitz & Co ab dem ersten Gruppenspiel gegen Kroatien am 8. Juni das Gespenst des programmierten „Prügelknaben“ vertreiben und sich selbst zur ganz großen EURO-Sensation kicken.
Die letzten zwei Jahre in Griechenland haben Andreas Ivanschitz offensichtlich sehr gut getan. Er strotzt heute vor Selbstbewusstsein, sagt über sich selbst: „Ich bin in Athen zu einem sehr guten Spieler gereift, habe mich sowohl in der griechischen Liga wie auch auf internationaler Ebene durchgesetzt.“ Jetzt will er den nächs­ten Schritt setzen.

Spielmacher und Antreiber. Vor allem in den beiden Testspielen gegen die „Fußball­giganten“ Deutsch­­land und Holland zeigte der Teamkapitän ein neues Gesicht, war der auffälligste Mann im rot-weiß-roten Team, glänzte als Spielmacher und Antreiber in einer Person. Und trotz der bitteren Niederlagen sieht er Licht am Ende des Tunnels: „Ich glaube, diese junge Nationalmannschaft hat ein Riesenpotenzial. Ich bin felsenfest davon überzeugt, dass wir eine gute EURO spielen werden“.

Aus dem ehemaligen „Wunderkind“ des österreichischen Fußballs (Ivanschitz debütierte als 16-Jähriger in der Rapid-Kampfmannschaft, war mit 19 Jahren als jüngster Spieler in der ÖFB-Geschichte Teamkapitän) ist ein echter Führungsspieler geworden. Dabei hatte nach seinem überraschenden Transfer von Rapid zu Salzburg im Dezember 2005 und der „Abschiebung“ aus dem „Bullenstall“ nach Athen im Sommer 2006 viel auf ein „österreichisches Schicksal“ hingedeutet. Aber Ivanschitz belehrte alle Nörgler eines Besseren, arbeitete noch härter an sich: „Ich musste mich in einer schwierigen Phase bei Red Bull sehr rasch entscheiden. Mir war damals bewusst, dass ich etwas riskieren muss. Heute bin ich stolz, dass ich mir damals etwas zugetraut habe – und das hat sich hundertprozentig gelohnt.“

Das Interview zur Story finden Sie im aktuellen NEWS-Magazin

20.5.2008 18:39