Gesundheitsministerin im NEWS-Interview:
'Eckpunkte der Gesundheitsreform bleiben'
- Laut Kdolsky sind nur noch die Details verhandelbar
- Teil zwei der Reform für Jahresende angekündigt
·Arztpraxen wollen
zur EURO zusperren
Bezirksweise Schließung der Ordinationen geplant
·"Man will uns zu Marionetten machen"
Ärzte machen gegen Gesundheitsreform mobil
·Gesundheit: Keine Reform ohne Länder
Fiedler kritisiert geplante Ausklammerung scharf
·Jeder Dritte fürchtet
Verschlechterung
profil-Umfrage: Sorgen bei Gesundheitsreform
·Gesundheitsreform: Harte Kritik der Ärzte
FORMAT: Dorner setzt sich vehement zur Wehr
·"Reform ohne Länder wird nicht gehen"
Ex-Rechnungshof-Chef Fiedler für Einbeziehung
Gesundheitsministerin Andrea Kdolsky verteidigt im aktuellen NEWS-Interview die Gesundheitsreform und zeigt sich nur wenig kompromissbereit. "Die Eckpunkte sind fix. Es wird aber alles noch bis ins letzte Detail ausgearbeitet. Hier kann sich jeder gerne noch einbringen."
Bei der Patientenquittung gebe es noch Spielraum. "Die Quittung muss Sinn machen, also eine Information für die Patienten darstellen und es darf kein Lieferschein draus werden." Zudem dürfe kein weiterer Verwaltungsaufwand für Ärzte entstehen.
Die Aut-Idem-Regelung ist für Kdolsky fix. "Fassungslos" ist sie, dass sich die Ärzte gegen die Qualitätssicherung wehren. "Das ist ein wichtiger Schritt in Richtung mehr Qualität im Gesundheitssystem", so die Ministerin.
Außerdem kündigt Kdolsky an, dass "noch größere Vorhaben" geplant seien. Einerseits soll bis Ende 2008 eine Spitalsreform erarbeitet werden. Anderseits soll bis dahin mit der Ärztekammer auch die Struktur der Gesundheitszentren fixiert werden. Mit Kritik an der Reform habe sie gerechnet: "Ich bin wissend in diese Diskussion gegangen. Einer Gesundheitspolitikerin, die dieses heiße Eisen angreift, ist bewusst, dass das kein gemütlicher Morgen-Spaziergang in den Donau-Auen wird."
Mehr dazu lesen Sie im aktuellen NEWS 21/08!
