Al Jaber lässt AUA-Bankgarantie platzen: Trotz Rückzugs für neue Investitionen bereit
- Rückzug aus Geschäft aufgrund listiger Irreführung
- "Gutes Gespräch" mit Verkehrsstaatssekretärin

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Investor Al Jaber sieht keine Notwendigkeit, eine Bankgarantie für einen etwaigen Einstieg bei der AUA zu hinterlegen. "Wir bekräftigen, dass es aus Sicht von Al Jaber keine Notwendigkeit gibt, eine Bankgarantie zu hinterlegen, weil er am 30. April seine Verpflichtung zur Zeichnung der Kapitalerhöhung wegen listiger Irreführung zurückgezogen hat", sagte sein Österreich-Sprecher.
Da es keinen Vertrag und keine Geschäftsgrundlage gebe, laufe auch nichts ab, so der Sprecher. Der Al Jaber-Sprecher bestätigte, dass es mit SP-Verkehrsstaatssekretärin Christa Kranzl ein "längeres und gutes Informationsgespräch" gegeben habe."Über den Inhalt wollen wir zur Zeit keinen Kommentar abgeben", so der Sprecher. Er bestätigte jedoch, dass es von Seiten Al Jabers nach wie vor die Bereitschaft gebe, auf Basis der Vereinbarungen von Finanzminister Molterer und ÖIAG-Boss Peter Michaelis bei der AUA als Investor einzusteigen.
Kooperation mit Niki Lauda
Airline-Boss Niki Lauda ist nicht abgeneigt mit der AUA zu kooperieren. Die Vorsetzung sei allerdings, dass die AUA auf "privatisierten Beinen" steht, weil es sonst zu wieder zu einem "Kulturschock" kommt, "der ja schon einmal mit der Lauda Air passiert ist," sagte Lauda in der ORF-Sendung "Report". Mit "Kulturschock" meint Lauda, dass man nicht eine Staatsairline mit einer innovativen Low-cost-Airline zusammenführen kann.
Keine gemeinsame Linie fahren die Koalitionspartner zu Privatisierungszielen. Was die zu 42,75 Prozent in Staatsbesitz befindliche AUA betrifft, so schließen Bundeskanzler Gusenbauer und Vizekanzler Molterer aber Partner für die Airline nicht aus. Beide deponierten, dass eine "starke 'Austrian' Airlines" (Molterer) "unter relevantem österreichischen Einfluss" (Gusenbauer) von strategischer Bedeutung für den Standort sei.
(apa/red)

