ÖFB-Camp statt Party-Nächte: Ibertsberger dennoch froh über Großkader-Nominierung
- Schaffte mit TSG Hoffenheim unerwarteten Aufstieg
- Vielseitigkeit ist Trumph im Kampf um EM-Teilnahme

·Pogatetz und Linz sind heiß auf die EM
Lange Spielsaison kein Problem für Legionäre
·Hickersberger hält sich größten Kader
Mit 31 Spielern so viele wie keine andere Nation
Andreas Ibertsberger ist um einige rauschende Party-Nächte umgefallen. Während seine Clubkollegen, darunter auch Ramazan Özcan, der für den angeschlagenen Christian Gratzei in den ÖFB-EM-Großkader nachnominiert werden könnte, auf Ibiza den Aufstieg von der TSG 1899 Hoffenheim in die erste deutsche Fußball-Bundesliga feiern, rückte der Salzburger Mittwochmittag ins Teamcamp in Lindabrunn ein.
"Nach dem Aufstieg habe ich schon ein bisschen gefeiert, aber am nächsten Tag habe ich mich gleich wieder voll auf die EURO konzentriert", betonte der 26-Jährige. Den Aufstieg von Hoffenheim bezeichnete er als "kleines Wunder. Als ich im Winter gekommen bin, war der Verein schon abgeschlagen, aber wir haben es doch noch geschafft".
Er sei froh, dass er das vergangene Frühjahr verletzungsfrei überstanden habe und fühle sich fit für das Rennen um ein EM-Leiberl. "In Hoffenheim hatte ich genauso einen Konkurrenzkampf, deswegen ist das für mich nichts Neues", beteuerte der Außenverteidiger, der mit Jürgen Säumel schon bald einen österreichischen Vereinskollegen bekommen könnte. "Ich habe da schon ein bisschen etwas läuten gehört."
Auf beiden Seiten einsetzbar
Ibertsbergers Trumpf im Kampf um eine EM-Teilnahme könnte seine Vielseitigkeit sein. "Ich kann auf beiden Seiten spielen, wobei ich zuletzt überwiegend rechts gespielt habe. Ich glaube auch, dass ich im Team rechts gesehen werde." Dem widersprach allerdings ÖFB-Teamchef Josef Hickersberger: "Eigentlich sehe ich ihn für beide Seiten."
Als rechter Außenverteidiger dürfte der italienische Legionär György Garics gesetzt sein, weitere Anwärter sind Joachim Standfest, Andreas Dober und Ibertsberger, der so wie Markus Katzer und Ronald Gercaliu auch für die linke Seite infrage kommt.
(apa/red)
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