Hickersberger hält sich größten Kader:
So viele Spieler wie keine andere Nation
- Fast alle EM-Trainer schüren noch die Konkurrenz
- Domenech: "Auslese zählt zum Profi-Geschäft"

·Kader: Das waren die 23 EM-Teilnehmer!
BILDER: Die Spieler des ÖFB-Kaders für die EURO
·Rehhagel nominiert erweiterten Kader
Griechenland-Aufgebot mit neun Legionären
·Italien schickt diese Spieler in die Schlacht
Donadoni wirft Montolivo aus 23-Mann-EM-Kader
Der Konkurrenzkampf um einen Platz bei der EURO 2008 ist im österreichischen Nationalteam noch so groß wie bei keiner anderen Mannschaft. ÖFB-Teamchef Josef Hickersberger hat noch 31 Mann im erweiterten Kader und damit so viele wie kein anderer Teamchef. Bis zum Meldeschluss am 28. Mai muss Hickersberger damit noch acht Spieler aussortieren. Zuletzt nominierten Otto Rehhagel von Europameister Griechenland und Roberto Donadoni von Weltmeister Italien als letzte Teamchefs ihren Kader, der jeweils aus 24 Spielern besteht.
Damit haben lediglich der kroatische Teamchef Slaven Bilic, der Tscheche Karel Brückner, der Spanier Luis Aragones und Luiz Felipe Scolari von Vize-Europameister Portugal ihren definitiven 23-Mann-Kader bereits fixiert. Der schwedische Teamchef Lars Lagerbäck hat 23 Spieler nominiert und für den angeschlagenen Mittelfeldspieler Tobias Linderoth (Hüftprobleme) zusätzlich Kennedy Bakircioglü ins Trainingslager eingeladen.
Der Rest der Teamchefs setzt in den Trainingslagern in den kommenden Tagen auf den Konkurrenzkampf. "Ich habe das Für und Wider abgewogen. Das ist Teil dieses Wettbewerbs. Zwischen dem Gemeinwohl und dem Einzelschicksal habe ich mich immer für das Kollektiv entschieden", begründete Frankreichs Coach Raymond Domenech, warum er 30 Spieler in sein erweitertes Aufgebot berufen hat. Für ihn gehört Auslese bis zum letzten Moment zum Profi-Geschäft dazu: "Das ist wie ein Fußballspiel: Es kann auch in der 94. Minute noch was passieren. Man muss bis zum Ende präsent sein. Das ist nie verloren."
Deutschlands Jogi Löw meinte: "Für uns ist es geradezu ein Luxus, dass wir einmal längere Zeit mit den Spielern arbeiten können. Und wir wollen gewappnet sein, wenn sich Spieler verletzen sollten."
Die aktuellen Kaderstärken der 16 EM-Nationen:
Gruppe A: Schweiz (26 Spieler), Tschechien (23), Portugal (23), Türkei (27)
Gruppe B: Österreich (31), Deutschland (26), Kroatien (23), Polen (26)
Gruppe C: Niederlande (26), Italien (24), Rumänien (26), Frankreich (30)
Gruppe D: Griechenland (24), Schweden (23+1), Spanien (23), Russland (25)
(apa/red)
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