EURO wird für DFB teurer als die WM 2006:
Allein das EM-Quartier kostet 900.000 Euro
- Deutschland lässt sich auch bei Prämien nicht lumpen
- Europameister kann bis zu 23 Millionen abkassieren

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Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) hat für die Europameisterschaft ein höheres Budget als bei der WM 2006 im eigenen Land genehmigt. "Der Etat-Ansatz ist höher als bei der WM", bestätigte DFB-Teammanager Oliver Bierhoff im Trainingslager der deutschen Nationalmannschaft auf Mallorca. Bei der WM vor zwei Jahren habe der Etat 16 Mio. Euro betragen, nach dem dritten Platz sei unter dem Strich "ein Gewinn von 5,5 Millionen Euro" erzielt worden. Bei der EM in Österreich und der Schweiz erhofft sich Bierhoff ebenfalls ein "positives Ergebnis".
Einnahmen und Ausgaben hängen maßgeblich vom Abschneiden der deutschen Mannschaft ab. Denn die Prämien der Europäischen Fußball-Union (UEFA) steigen von Runde zu Runde. Bis zu 23 Mio. Euro kann der neue Europameister kassieren, allein 7,5 Mio. Euro beträgt das Startgeld für jeden der 16 teilnehmenden Verbände. Bierhoff legte Wert darauf, dass die hohen Investitionen in eine optimale Vorbereitung und Betreuung der Nationalmannschaft sinnvoll und angemessen seien.
Allein die Vorbereitung auf Mallorca soll nach Angaben des Fachmagazins "kicker" 800.000 Euro betragen, 900.000 Euro kostet das EM-Quartier am Lago Maggiore im Tessin. Die Reisen während der EM zu den Spielen werden mit 500.000 Euro veranschlagt. Die Flugkosten waren bei der WM noch von der FIFA übernommen worden.
Mögliche Titelprämien kosten sehr viel
Als größter Ausgabe-Posten würden Erfolgsprämien zu Buche schlagen: Jedem der 23 deutschen Akteure winkt bei einem Titelgewinn die EM-Rekordprämie von 250.000 Euro. Das macht insgesamt 5,75 Mio. Euro. Dazu kämen Erfolgshonorare für Bundestrainer Joachim Löw und seine Assistenten in unbekannter Höhe. Zahlen würde der DFB dieses Geld jedoch gerne, denn der EM-Titel würde zugleich den größtmöglichen finanziellen Gewinn bedeuten.
(apa/red)
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