Geschätzter Marktwert ca. 771,5 Mio. Euro:
So viel sind "Red Devils" und "Blues" wert!
- Beide Clubs haben Milliardäre als Vereinspräsidenten
- Glazer & Abramowitsch stecken viel Geld in ihre Clubs

·ManU und Chelsea
im Marktwert-Duell
Die Champions-League-
Finalisten und ihre Spieler
·Manchester United
ist 1,2 Milliarden wert
Die Red Devils sind der teuerste Klub der Welt
·Reiche Männer und ihr "teures Spielzeug"
FORMAT: Die Bosse von Chelsea, ManU und Co.
·GRAFIK zu Chelsea & Machester United hier
Alle Fakten zu den Clubs und ihr Weg nach Moskau
·Moskau stimmt sich auf CL-Endspiel ein
Trophäe in einen Pavillon nahe des Kreml gebracht
Die beiden Champions-League-Finalisten Manchester United und Chelsea zählen nicht nur zu den besten, sondern auch zu den teuersten und reichsten Fußball-Teams der Welt. Die Kicker in den Kadern der beiden englischen Topclubs bringen es gemeinsam auf einen Marktwert von 771,5 Millionen Euro. Die Vereine können es sich leisten, denn mit dem US-Amerikaner Malcolm Glazer (ManU) und dem Russen Roman Abramowitsch (Chelsea) haben sie jeweils einen Milliardär an der Spitze stehen.
Abramowitsch liegt in der aktuellen Liste des US Wirtschaftsmagazins "Forbes" der reichsten Menschen der Welt mit einem geschätzten Vermögen von 23,5 Mrd. Dollar (15,3 Mrd. Euro) auf Platz 15. Im Gegensatz dazu fast bescheiden wirken Rang 462 und die 2,5 Mrd. Dollar (1,63 Mrd. Euro) von Glazer.
Das Aufgebot der "Blues" ist laut www.transfermarkt.de mit 423,4 Mio. Euro mehr wert als jenes der "Red Devils" (348,1). Den derzeit finanziell und wohl auch fußballerisch wertvollsten Spieler im Endspiel am 21. Mai im Moskauer Luschniki-Stadion stellt jedoch Manchester. Cristiano Ronaldo wird derzeit mit einem Marktwert von 55 Mio. Euro gehandelt, der Portugiese führt damit gemeinsam mit Lionel Messi (FC Barcelona) und Kaka (AC Milan) die Liste der aktuell teuersten Fußballer der Welt an.
Drogba und Rooney kosten jeweils 40 Mio. Euro
Teuerster Chelsea-Akteur ist Stürmer Didier Drogba, der mit 40 Mio. Euro genauso viel wert ist wie sein ManU-Gegenüber Wayne Rooney. Dahinter folgen in der Rangliste der Finalisten Frank Lampard (Chelsea/38), John Terry (Chelsea/33), Rio Ferdinand (ManU/30) und Michael Essien (Chelsea/30).
Bei Chelsea ist seit Juli 2003 alles anders. Damals erwarb der russische Ölmagnat Abramowitsch die Aktienmehrheit der Londoner, bei denen damals noch Jürgen Macho im Aufgebot gestanden war. Der damals 36-jährige Abramowitsch machte rasch klar, was von ihm zu erwarten sei und kaufte gleich in seinem ersten Sommer um rund 150 Mio. Euro Spieler wie Hernan Crespo, Joe Cole, Geremi oder Adrian Mutu für sein neues Lieblingsspielzeug. Das war aber nur der Anfang.
Die ersten Trophäen stellten sich allerdings erst unter Trainer Jose Mourinho ein, der 2004 geholt wurde. So wurde man etwa unter der Regie des Portugiesen 2005 und 2006 englischer Meister. Die erste Teilnahme am Champions-League-Finale blieb jedoch Mourinho-Nachfolger Avram Grant (nach Mourinho-Rücktritt seit September 2007 im Amt) vorbehalten.
Abramowitsch ist Gouverneur von Tschukotka
Dass Chelsea - im krassen Gegensatz zu Finalgegner Manchester - im Geschäftsjahr 2006/2007 mit einem Minus von 99 Mio. Euro erneut hohe Verluste zu verzeichnen hatte, dürfte Abramowitsch relativ kalt lassen. Der Russe, Gouverneur der russischen Region Tschukotka, besitzt u.a. als Privatjet eine Boeing 767 mit Raketen-Abwehrsystem, zwei Helikopter, drei Luxus-Jachten sowie Schlösser und Villen.
An der Spitze von ManU steht US-Tycoon Glazer, der den Verein im Mai 2005 übernommen hat. Der Deal hatte herbe Kritik verursacht, nicht zuletzt weil der Kauf zu einem großen Teil mit Krediten finanziert worden war. Drei Jahre später steht United aber wirtschaftlich weit besser als erwartet da. Und punkto Wirtschaftszahlen auch deutlich besser als Chelsea.
ManU mit Umsatzrekord von 323 Mio. Euro
Denn Manchester hat erst im Jänner einen Umsatzrekord von 323 Mio. Euro in der Saison 2006/07 präsentiert und sich daraufhin selbst zum finanzstärksten Fußball-Club der Welt erklärt - noch vor Real Madrid. Geschäftsführer David Gill verwies in diesem Zusammenhang auf das perfekte finanzielle Paket: Sportlich erfolgreich, ein stets mit 76.000 Zuschauern ausverkauftes Old-Trafford-Stadion, gestiegene Fernseh- und Sponsoreneinnahmen sowie geschätzte 333 Mio. Fans in aller Welt.
Das alles macht United laut "Forbes" zum wertvollsten Fußball-Club der Welt, demnach soll sich der Wert auf 1,158 Mrd. Euro belaufen. Chelsea scheint in dieser Liste auf Rang acht auf (492 Mio. Euro). (apa/red)
Deutsche Liga
Premier League
Serie A
Primera Division