Freitag, 23. Mai 2008

Milimeter-Entscheidung auf 12. Giro-Etappe: Italiener Bennati schafft seinen dritten Sieg

  • Landsmann Giovanni Visconti verteidigt Rosa Trikot
  • Christian Pfannberger ist im Gesamklassement 71.

Die vorletzte Flach-Etappe des diesjährigen Giro d'Italia ist wieder die Beute des Topsprinters Daniele Bennati geworden. Der italienische Radprofi aus dem Quick-Step-Rennstall holte sich seinen dritten Etappensieg. Bennati gewann die zwölfte Etappe auf regennassem Asphalt nach 172 Kilometern in einer Millimeter-Entscheidung vor dem Briten Mark Cavendish vom T-Mobile-Nachfolger High Road.

Um den Tagessieger zu bestimmen, hatte das Zielfoto herangezogen werden müssen. Cavendish war auf den letzten Metern der Etappe mit deutlich höherem Tempo herangebraust und hatte Bennati fast noch überholt. Dritter wurde der Australier Robbie McEwen. Der nach Stürzen in den vergangenen Tagen angeschlagene Österreicher Christian Pfannberger rollte als 158. über die Ziellinie und liegt im Gesamtklassement nun auf dem 71. Rang.

Voraussichtlich mindestens bis Samstag, wenn die schweren Berg-Etappen beginnen, wird Giovanni Visconti sein Rosa Trikot verteidigen. Auf der zwölften Etappe fiel das dem Italiener nicht schwer. Im Ziel in Carpi hatte er die Führung im Gesamtklassement erneut verteidigt und liegt weiter mit 5:50 Minuten Vorsprung vor seinem Landsmann Gabriele Brosisio in Front. Dahinter lauert der klettererprobte Astana-Profi Alberto Contador mit 6:59 Minuten Rückstand auf Rang drei.

Der Baske Dionisio Galparsoro vom Team Euskaltel war unmittelbar nach dem Startbeginn ausgerissen und wurde nach einer Alleinfahrt über 162 Kilometer bei zum Schluss strömendem Regen erst im Finale gestellt. Sein Vorsprung hatte maximal 14 Minuten betragen. 15 Kilometer vor dem Ziel ereignete sich im Fahrerfeld ein Massensturz, der den Rhythmus der Galparsoro-Verfolger kurz, aber nicht entscheidend gestört hatte. (apa/red)

23.5.2008 09:07