Neue Studie zeigt: Zunahme von Hurrikans nicht auf Erderwärmung zurückzuführen
- Höhere Grade könnten weniger Stürme bringen
- Studie löst neue Debatte unter Wissenschaftlern aus

·BILDER: Zyklon fegte über die Küste Burmas
Wirbelsturm forderte tausende Todesopfer
·Wirbelstürme: Taifun,
Zyklon und Hurrikan
Bezeichnung variiert nach
Ort, an dem sie auftreten
·Verheerende Stürme der letzten Jahre
Immer wieder werden die Küsten heimgesucht
Die Zunahme von Wirbelstürmen im Atlantik ist einer Studie zufolge nicht auf die Erderwärmung zurückzuführen. Höhere Temperaturen werden sogar zu einem Rückgang von Hurrikans auf dem Ozean und an Land führen, wie der Meteorologe Tom Knutson kürzlich berichtete. Die Studie könnte zu einer neuen Debatte über die Auswirkungen der Erderwärmung auf den Atlantischen Ozean führen.
Knutson beruft sich bei seiner Studie auf ein Computermodell. Demnach wird die Zahl der Hurrikans im Atlantik bis zum Ende des Jahrhunderts um 18 Prozent abnehmen. An Land könnte dies noch drastischere Folgen haben: In den USA sagt der Forscher einen Rückgang um 30 Prozent voraus. Die Zahl der schwersten Stürme geht laut Studie um acht Prozent zurück. Allerdings gibt es nicht nur positive Aspekte, wie aus der Studie hervorgeht. Hurrikans und tropische Stürme werden nasser und heftiger.
Seit dem verheerenden Hurrikan "Katrina" im Jahr 2005 sind die Stürme ein Symbol für die Klimaveränderung. Viele Experten sahen bisher einen Zusammenhang zwischen höheren Wassertemperaturen und der Zunahme der Stürme. Andere bezweifeln einen Zusammenhang und sehen natürliche Schwankungen als Grund.
Kritik am Modell
Mehrere Wissenschaftler kritisierten Knutson und wiesen auf Schwächen der Modellrechnung hin. Der Meteorologe gestand ein, dass das Modell nur einen groben Überblick liefere und sich nicht mit einzelnen Stürmen und ihren Stärken befasst. Die Studie wurde im Internet vom Magazin "Nature Geoscience" veröffentlicht.
(apa/red)
