Mittwoch, 21. Mai 2008

China befürchtet Epidemie nach Beben: Gasbrand-Bakterien stellen hohes Risiko dar

  • Behörden weisen Ärzte zum Test der Bakterien an
  • Entsendung von 3.500 Spezialisten in die Region

In den Erdbebengebieten im Südwesten Chinas befürchten die Behörden den Ausbruch einer Gasbrand-Epidemie. Die Ärzte seien angewiesen, Patienten auf das tödliche Bakterium zu testen und die Infizierten sofort zu isolieren, berichtete die Zeitung "China Daily".

Bei Gasbrand gelangen gasbildende Bakterien über offene Wunden in den Körper und können innerhalb weniger Stunden zum Tod führen. Nach Angaben der Gesundheitsbehörden haben Ärzte seit Sonntag 58 Gasbrand-Fälle festgestellt. In 30 Fällen mussten Amputationen durchgeführt werden.

Entsendung von Spezialisten
Die chinesische Regierung befürchtet den Ausbruch von Seuchen unter den fünf Millionen Menschen, die durch das Beben am Pfingstmontag obdachlos geworden waren. Das Gesundheitsministerium kündigte an, 3.500 Epidemie-Spezialisten in die betroffenen Gebiete zu entsenden. Nach Regierungsangaben wurden bei dem schweren Beben mehr als 40.000 Menschen getötet.

(apa/red)

21.5.2008 10:06