Tierverhalten als Vorwarnung für Erdbeben:
Wanderung der Kröten weckt Angst in China
- Einwohner verbrachten danach die Nacht im Freien
- Volk sucht Erklärung für Erdbeben in Aberglauben

·Erneute Panik durch
Erdbebenwarnung
Bewohner flüchten ins Freie zum Übernachten
·Wunder! Mann nach
179 Stunden gerettet
30-stündiger Einsatz der Rettungskräfte erfolgreich
·200 Helfer nach Erdrutschen vermisst
Staatstrauer für mehr als 50.000 Tote nach Beben
·China: Nachbeben machen Hilfe riskant
Fünf Millionen Menschen sind weiterhin obdachlos
·Katastrophe nach dem großen Erdbeben
Angst vor Seuchen in Chinas Krisenregionen
·Auch Schäden an Atomanlagen entdeckt
Radioaktivität bis jetzt aber nicht ausgetreten
·Chinas Behörden im Kreuzfeuer der Kritik
Besonders viele Schulen wegen Baufehler zerstört
·Angst vor Seuchen nach Beben-Desaster
Leichen müssen jetzt rasch begraben werden
·Schweres Erdbeben
erschütterte China
KLICKEN: Bilder von
den Folgen des Unglücks
Eine riesige Krötenwanderung hat in China Angst vor einem weiteren Erdbeben geweckt. Tausende Einwohner der südchinesischen Stadt Zunyi verbrachten die Nacht im Freien, nachdem sie eine Massenwanderung von Fröschen und Kröten beobachtet hatten, wie die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua unter Berufung auf den Vize-Bürgermeister Zeng Yongtao berichtete.
"Wir wissen nicht, was wir sonst noch tun können", sagte Bewohner Liu Yong. Die Krötenwanderung, die nach Überzeugung von vielen Einheimischen vor einer Katastrophe warnt, stimmte mit einer Warnung von Seismologen vor einem Nachbeben überein. Auch Wissenschafter gehen davon aus, dass vor einem Beben viele Tierarten durch Verhaltensänderungen auf sich aufmerksam machen.
Wanderung vor großem Beben
Bereits wenige Tage vor dem verheerenden Erdbeben, das vermutlich 71.000 Menschenleben und Zehntausende Vermisste gefordert hatte, war eine Massenwanderung der Tiere beobachtet worden. Internet-Blogs zeigten Bilder, wie Kröten die Straßen rund um die Stadt Mianyang bedeckten. Für zahlreiche abergläubische Menschen war dies ein Hinweis auf die herannahende Katastrophe. Andere mutmaßten hingegen zynisch, dass die Kröten aus ihren Löchern krochen, um das olympische Feuer zu begrüßen. Förster, die die Kröten-Invasion mit der Paarungszeit der Tiere erklärten, mussten in Internetforen harsche Kritik einstecken.
Erklärung in Zahlen?
Die Chinesen versuchen weiterhin in ihrem Aberglauben eine Erklärung für das schwerste Beben seit drei Jahrzehnten zu finden. Mit Blick auf die chinesische Zahlenkunde fiel ihnen auf, dass sich der Erdstoß genau 88 Tage vor Beginn der Olympischen Sommerspiele ereignete, die am 08.08.2008 um 20.08 Uhr Ortszeit eröffnet werden sollen. Diese Spekulation erhielt zuletzt am Sonntag Auftrieb, als die Behörden die Stärke des Bebens auf 8,0 auf der Richterskala heraufsetzten. (apa/red)
