Im Inzest-Fall kehrt wieder Normalität ein: Kinder im Spital von Lehrern unterrichtet
- Zustand der 19-Jährigen verbessert sich zunehmend
- Arzt: Therapie-Erfolg hängt von Ruhemöglichkeit ab

·3D-Rundgang im Verlies von Amstetten
Der Keller im Horror-Haus
in der news.at-Animation
·Die BILDER vom Verlies in Amstetten
Hier mussten Elisabeth F. und ihre Kinder leben
·NEWS: Josef F. ein Serienverbrecher?
Ungelöste Kriminalfälle werden neu überprüft
·Wachpersonal gegen
Paparazzi verstärkt
Nach brutaler Attacke auf
einen Sicherheitsmann
·"Rosemarie F. eine anspruchslose Frau"
NEWS: Psychiater Haller über eine zerstörte Seele
Als "den Umständen entsprechend gut" hat die NÖ Landeskliniken-Holding das Befinden von sieben der Opfer im Amstettner Inzest-Fall bezeichnet, die seit dem 27. April in der Sonderkrankenanstalt Amstetten-Mauer betreut werden. Auch der Zustand der 19-Jährigen, die sich seit inzwischen mehr als einem Monat im Landesklinikum Amstetten befindet, habe sich in den vergangenen Tagen "weiter gebessert".
"Die Kinder werden bereits seit einigen Tagen von Lehrern unterrichtet", berichtete Berthold Kepplinger, ärztlicher Direktor in Amstetten-Mauer. Für die Familie stehe weiterhin und rund um die Uhr ein multiprofessionelles Ärzte- und Therapeutenteam bereit. "Eine heilpädagogische und psychologische Betreuung mit den Kindern wurde bereits eingeleitet. Neben der psychiatrischen Begleitung der Erwachsenen und Kinder finden erste familientherapeutisch orientierte Gespräche statt. Fragen der Lebensplanung stehen dabei im Vordergrund", erläuterte Kepplinger die aktuellen Maßnahmen. "Priorität" hätten sowohl Sensibilität und Professionalität als auch der Faktor Zeit.
Erwachen aus Tiefschlaf
Die 19-Jährige, die am 19. April bewusstlos ins Landesklinikum Amstetten eingeliefert worden ist, wird weiterhin - aufgrund Sauerstoffmangels bedingt durch Krampfanfälle - auf der Intensivstation behandelt. Weil sich ihr Zustand in den vergangenen Tagen gebessert habe, könnten die Medikamente, mit denen die junge Frau im künstlichen Tiefschlaf gehalten werde, "langsam reduziert werden", teilte Albert Reiter, Leiter der Abteilung für Anästhesiologie und Intensivmedizin, mit. "Die Einleitung der Aufwachphase wird somit erstmals angedacht. Wie lange dieser Prozess dauert, kann derzeit nicht gesagt werden."
Kepplinger hat auch zu Zwischenfällen mit Fotografen mit zuletzt einem "tätlichen Angriff auf einen Mitarbeiter der Wachfirma" Stellung genommen. "Dieser Wahnsinn muss ein Ende haben", appellierte er. "Die Familie benötigt vor allem Zeit und Ruhe! Für eine erfolgreiche Therapie ist besonders der Schutz der Privatsphäre von enormer Bedeutung."
(apa/red)
Norbert Wicki14:21
Der Buwog-MythosDer Schweizer Vermögensberater hatte neben Grasser weitere Kontakte in Österreich
Wikileaks14:25
Rückschlag für AssangeGericht fällt Entscheidung: Internet-Aktivist darf nach Schweden überstellt werden
U-Ausschuss Korruption14:59
Eklat um Tetron-AktenInnenministerium vergaß auf Übermittlung. Befragungen bis auf Weiteres beendet
