Grüne wollen CO2-Emissionen halbieren: Drastische Reduktion des Spritverbrauchs
- Öffis sollen jährlich um zwei Prozent erweitert werden
- Scharfe Kritik an Verkehrsminister Werner Faymann
·Falscher Reifendruck verschlingt viel Benzin
Viele Autofahrer unter- schätzen die Auswirkung
·CO2-Zuwachs ist am größten im Burgenland
Ausstoß ist seit 1990 um 90,7 Prozent gestiegen
·Nix mit Naturschutz:
Biosprit schadet Klima
PLUS: Grüne kritisieren Prölls "Interessenspolitik"

Die Grünen fordern eine Halbierung der CO2-Emissionen im Straßenverkehrsbereich bis 2030. Außerdem sollen die öffentlichen Verkehrsmittel jährlich um zwei Prozent ausgebaut und der Spritverbrauch um ein Prozent und ab 2010 um zwei Prozent im Jahr reduziert werden. Das sind die Kernforderungen des Grünen Verkehrsschwerpunkts, den Bundessprecherin Eva Glawischnig und Verkehrssprecherin Gabriela Moser vorgestellt haben.
Verkehrsminister Werner Faymann betreibe maßlosen Straßenbau und begünstige "durch falsche steuerliche Anreize und kontraproduktive Subventionen" den Verkehr und die Klimabelastung, kritisierte Moser. Die Grünen sprachen sich deshalb für ein Überdenken der bestehenden Autobahn- und Schnellstraßenausbaupläne und für eine Reduktion des Bundesmittel für die verländerten ehemaligen Bundesstraßen aus.
Ausbau der öffentlichen Verkehrsmittel
Als weiteren Punkt forderten die Grünen ein Gesamtkonzept für den Ausbau des öffentlichen Verkehrs, wie es bereits 2005 von den Ländern verlangt wurde. Die Finanzmittel für Bus- und Zusatzangebote sollen von derzeit zehn auf 80 Millionen Euro im Jahr aufgestockt werden. Die Grünen wollen einen Taktverkehr mit verlässlichen Anschlüssen nach Schweizer Vorbild sowie die Einführung einer Karte, mit der man alle Öffis nutzen kann.
Außerdem soll, ginge es nach den Grünen, ein Gesetz für die Infrastruktur im öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) geschaffen werden, um den zügigen Öffi-Ausbau in städtischen Großräumen zu gewährleisten. Weiters soll die Straßenverkehrsordnung (StVO) zugunsten der Radfahrer und Fußgänger novelliert werden.
Klimastrategie nicht in Angriff genommen
"Mehr als zwei Drittel der Verkehrsmaßnahmen aus der Klimastrategie der Bundesregierung wurden bis heute gar nicht in Angriff genommen oder erst ansatzweise umgesetzt", kritisierten Glawischnig und Moser. Österreichs Verkehr verschlinge täglich rund 23.000 Tonnen Erdöl. Angesichts der Steigerung des Ölpreises und der Energiekosten wolle man mit dem Konzept nicht zuletzt die "Abhängigkeit von den Ölscheichs" senken, so Moser.
(apa/red)
(apa/red)
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