Mittwoch, 14. Mai 2008

Ankick zur EURO: Jetzt geht's los

  • Österreich ist bereit für das Fußballfest

Österreich ist bereit für das Fußballfest: Die NEWS-Reportage hinter den Kulissen der EURO-Vorbereitungen.

Fußball, Torjubel, Sonne, Bier und Party. Nur noch 23 Tage bis zum Beginn der Europameisterschaft in der Schweiz und Österreich. Langsam, aber sicher steigt die Vorfreude auf den größten Event, den dieses Land je gesehen hat.
NEWS hat einen Blick auf die Vorbereitungen geworfen und sich in den Austragungsorten Wien, Salzburg, Innsbruck und Klagenfurt umgesehen. Allerorten wird eifrig gearbeitet, Fanzonen werden aufgebaut, die Straßen dekoriert, Biervorräte angelegt und U-Bahnen eröffnet. Fazit: Das Land ist bereit – das Fußballfest kann beginnen.

4,6 Millionen Krügel Fanbier. Die Anstrengungen hinter den Kulissen der Veranstalter sprengen alle bisher gekannten Dimensionen. In Wien wird allein in der 75.000 Zuschauer fassenden Fanzone am Ring mit 4,6 Millionen verkauften Krügeln Bier gerechnet. Für die Durstigen stehen 1.200 Toiletten auf dem 100.000 Quadratmeter großen Areal bereit. Eigene Becherwaschanlagen in Fabriksgröße sorgen für saubere Trinkerlebnisse.
Allein die 550.000 Zuschauer in den heimischen Stadien benötigen eine Öffi-Offensive der Sonderklasse. Die ÖBB stellen 4.000 zusätzliche Züge bereit, auf den Flughäfen werden die Anflugintervalle optimiert, und in Wien sorgt die eben erst eröffnete U2-Verlängerung bis zum Ernst-Happel-Stadion für reibungslosen Verkehrsfluss.

Tausende Fußball-Leinwände. Für die Fans stehen Fußball und Party im Vordergrund. Tausen­de Public-Viewing-Leinwände von der Fankurve Bodensee auf der Bregenzer Seefestbühne bis zur EURO City 08 in Wöllersdorf lassen Ballfieber aufkommen. Die Schweiz hat sogar eigens die Strandbar Herrmann am Wiener Donaukanal als Fan-Hoheitsgebiet ­gepach­tet – die Stimmung ist dort schon drei Wochen vor dem Ankick prächtig – Rösti, ­Zürcher Geschnetzeltes und Schweizer Mädels inklusive. Sportlich geht es jetzt Schlag auf Schlag. Das österreichische Nationalteam gibt sich in Sardinien und der Sportschule Lindabrunn den letzten Schliff und steigert die Fitness. ­Sogar Dopingjäger haben das Trainingslager noch auf den letzten Drücker heimgesucht – ohne Erfolg freilich. Im Salz­burger Puma-Auslieferungslager liegen schon die originalen Teamtrikots, Stutzen und Hosen bereit. 200 Garnituren sind für die EURO reserviert – die Nummern und Spielernamen werden allerdings erst nach der endgültigen Teamaufstellung aufgeflockt.

Heiliger Rasen. In Salzburg wurde dieser Tage der Bundesliga-Kunstrasen von Red Bull abgetragen und echtes Gras verlegt. Auch im Wörtherseestadion, am Tivoli und im Happelstadion werden die letzten Kalk­linien schnurgerade auf den Rasen gezogen und Unebenheiten beseitigt. Zwei Greenkeeper aus England, dem Mutterland des Spiels, sorgen während der EURO dafür, dass der Rasen immer millimetergenau geschnitten wird. Kein Cristiano Ronaldo oder Thierry Henry soll bei vergebenen Chancen dem Untergrund die Schuld ­geben.

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14.5.2008 17:14