Freitag, 16. Mai 2008

Scheich will die Gerüchteküche abdrehen:
"Jede weitere Stellungnahme bringt nichts"

  • AUA Flüge von Bagdad kein Bestandteil des Vertrags
  • Jaber wollte eine Wiederbelebung der "Iraqi Airways"

Der saudi-arabische Geschäftsmann Mohamed Bin Issa Al Jaber will die jüngsten Berichte, wonach der Deal mit der AUA an seinem Wunsch, eine Flugverbindung mit der AUA nach Bagdad zu errichten, gescheitert sei, nicht kommentieren. "Diese Gerüchte werden immer absurder, dass wir keine Stellungnahme mehr dazu abgeben wollen", sagte Al Jaber.

"Ich habe mit dem Scheich darüber gesprochen, und genau das hat er gesagt", so der Sprecher. "Inzwischen gehen die Gerüchte schon so weit, dass jede weitere Stellungnahme zu noch mehr Gerüchten führt, das tut weder der AUA noch dem Land Österreich gut".

Der Wunsch von Al Jaber, mit AUA-Flugzeugen und -Besatzung ab Herbst eine Verbindung aus Bagdad heraus mit dem Westen herzustellen, sei kein Bestandteil des Vertrages der AUA mit Al Jaber gewesen, betonte AUA-Sprecherin Livia Dandrea. Dieses Thema sei erst nach Vertragsunterzeichnung an die AUA herangetragen worden, die AUA habe dies aber abgelehnt.

AUA fliegt wieder nach Erbil
Wie berichtet hatte Al Jaber offenbar hochfliegende Pläne mit der Austrian Airlines (AUA). Es ist ihm anscheinend nicht nur um eine Beteiligung an der AUA, sondern vielmehr um eine "Wiedergeburt" der kriegsbedingt am Boden liegenden irakischen "Iraqi Airways" gegangen.

AUA-Boss Alfred Ötsch bestätigte: "Es wurde der Wunsch an uns herangetragen, mit AUA-Flugzeugen und -Besatzung ab Herbst eine Verbindung aus Bagdad heraus mit dem Westen herzustellen. Das haben wir abgelehnt. Über weitere Zusammenhänge können wir keine Aussagen tätigen, weil wir um Vertraulichkeit gebeten wurden", so Ötsch. Das sei aber erst nach Vertragsunterzeichnung mit Al Jaber gewesen, betonte Dandrea heute. Die AUA selbst fliegt sein April 2008 wieder in die nordirakische Stadt Erbil.(apa/red)

16.5.2008 15:05