Rechnungshof kritisiert ÖBB-Managergagen:
Um bis zu 50% höher als Bundeskanzlergehalt
- Fehlen einer Gesamtstrategie der Bahn angeprangert
- Mangel an Transparenz bei personeller Besetzung

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Ein Bericht, in dem der Rechnungshof die Immobiliengeschäfte der ÖBB in den vergangenen Jahren unter die Lupe nimmt, ist nun in seiner Endfassung dem Parlament vorgelegt worden. Wie bereits seit März in Auszügen bekannt, kritisieren die Prüfer die hohen Gagen der Geschäftsführung und Mängel bei einzelnen Projekten.
Das Jahreseinkommen der Geschäftsführerin der ÖBB Immobilienmanagement-Gesellschaft sei "um 52 Prozent höher als jenes des Bundeskanzlers" gewesen und habe auch die Vorstandsbezüge der Muttergesellschaft Infrastruktur Bau AG übertroffen. Bei der personellen Besetzung der Immobilientochter habe es sowohl bei der Auswahl des Personalberatungsunternehmens als auch im Besetzungsverfahren selbst "an der erforderlichen Transparenz" gemangelt.
Die bisherige Alleinchefin Michaela Steinacker geht im übrigen per 30. Juni von den ÖBB ab und wechselt zur Raiffeisen Holding NÖ-Wien. Pro futuro empfehlen die Prüfer, "auf eine ausgewogene, den Verantwortlichkeiten entsprechende Relation der Bezüge der Geschäftsführerin zu den Vorstandsbezügen der Muttergesellschaft zu achten."
Nicht nachvollziehen konnten die Rechnungshofprüfer die Entscheidung der ÖBB-Holding vom Sommer 2005, die Zentrale zwischenzeitlich in die Twin Towers am Wienerberg zu verlegen. Die der "Standortwahl zugrunde gelegten Kennzahlen waren als Basis für die Entscheidungsfindung nicht geeignet". Neben weiteren Detailprojekten wird auch das Fehlen einer Gesamtstrategie angeprangert: "Eine Unternehmensstrategie im Sinne einer schriftlich festgelegten langfristigen, strategischen Liegenschaftsplanung lag nicht vor." (apa/red)

