Freitag, 16. Mai 2008

Rekordgewinn für die "British Airways":
1,11 Milliarden Euro sind auf der Habenseite

  • Trotz hoher Erdölpreisen und "Heathrow-Start-Fiasko"
  • Chef Willie Walsh verzichtet auf 700.000 Pfund Bonus

Die British Airways hat trotz hoher Erdölpreise und des teuren Fiaskos beim Start ihres neuen Heathrow-Terminals Rekordprofite eingeflogen. Vor Steuern betrug der Gewinn im zurückliegenden Geschäftsjahr 883 Mio. Pfund (1,11 Mrd. Euro). Das sei eine Steigerung gegenüber 2006/2007 um fast 45 Prozent. Trotzdem verzichtet BA-Chef Willie Walsh auf seinen Jahresbonus von 700.000 Pfund.

Erstmals seit den Anschlägen vom 11. September 2001 soll wieder eine Dividende gezahlt werden, teilte die Gesellschaft am Freitag in London mit. Sie soll sich auf 5 britische Pence je Aktie belaufen. Der operative Gewinn stieg 2007/2008 (per Ende Märze) von 602 auf 875 Mio. Pfund. Der Überschuss sprang von 304 auf 694 Mio. Pfund, der Umsatz legte um 3,1 Prozent auf 8,753 Md. Pfund zu.

Für das Geschäftsjahr 2008/2009 rechnet British Airways mit weiteren Herausforderungen. Der Umsatz soll dennoch um vier Prozent wachsen. Die Treibstoffkosten dürften nach Einschätzung des Managements um eine Milliarde Pfund steigen - berechnet auf Basis eines Ölpreises von 120 US-Dollar je Barrel.

Beschäftigten erhalten sehr wohl einen Bonus
Die 42.000 Beschäftigten erhalten Bonuszahlungen in Höhe von insgesamt 35 Mio. Pfund. Walsh verwies zur Begründung des Verzichts auf seine Sonderzahlung auf die zusätzlichen Millionenkosten wegen des Debakels bei der Eröffnung des Terminals 5 und die damit verbundene Enttäuschung vieler BA-Kunden.

"Ich erhalte keinen Bonus", sagte Walsh dem Sender BBC. "Ich denke, das wäre im Zusammenhang mit der enttäuschenden Eröffnung von Terminal 5 unangebracht." Er habe den BA-Vorstand "ungeachtet der Tatsache, dass es für uns ein Rekordjahr war" entsprechend informiert.
(apa/red)

16.5.2008 11:59