Inflationsrate sinkt leicht auf 3,3 Prozent: Preistreiber bleiben Lebensmittel und Sprit
- Treibstoff kostet im Jahresabstand 24 Prozent mehr
- Preise für Nahrungsmittel um 7,4 Prozent gestiegen

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Ausblick auf die nächsten Monate bleibt gedämpft
Die Teuerung hat in Österreich im April leicht nachgelassen. Im Jahresabstand ist die Inflationsrate auf 3,3 Prozent zurückgegangen, nach noch 3,5 Prozent im Monat davor. Im Februar und Jänner hatte das heimische Preisniveau um jeweils 3,2 Prozent höher gelegen, im Dezember war ein Rekord von 3,6 Prozent erreicht worden.
Hauptpreistreiber waren auch im April Treibstoffe und Nahrungsmittel. Sprit kostete im Jahresabstand um durchschnittlich 24 Prozent mehr - Diesel sogar um 30 Prozent mehr. Die Preise für Nahrungsmittel lagen im April um 7,4 Prozent über dem Vorjahr, für März und Februar waren noch +8,4 bzw. +8,9 Prozent gemeldet worden.
Kleine Erleichterung für Pensionisten
Schwächer als zuletzt - und sogar leicht unter dem allgemeinen Preisindex - hat sich im April der für Pensionisten relevante Warenkorb verteuert. Der Preisindex für Pensionistenhaushalte (PIPH) lag um 3,2 Prozent höher als ein Jahr davor, nach +3,5 Prozent im März, damals konform mit dem VPI-Anstieg. Im Monatsabstand legte der PIPH im April um 0,2 Prozent zu, der allgemeine VPI etwas stärker um 0,3 Prozent, wie die Statistik Austria am Donnerstag bekanntgab.
Preistreiber Sprit
Die Ausgabengruppe "Verkehr" verursachte im April mit einem Anstieg von durchschnittlich 7,0 Prozent fast ein Drittel der heimischen Gesamt-Inflationsrate von 3,3 Prozent. Angetrieben wurde diese Teuerung vor allem durch die weiter hohen Treibstoffpreise, die im Jahresabstand um +24 Prozent gestiegen sind (Diesel +30 Prozent, Normalbenzin +20 Prozent, Super +17 Prozent). Preisrückgänge bei Flugtickets (-10 Prozent) konnten die gestiegenen Spritpreise nur marginal kompensieren, sodass die durchschnittliche Teuerung bei den Verkehrsausgaben etwa auf dem Niveau der Vormonate blieb. Die Preise für Wartung und Reparaturen von Fahrzeugen stiegen um 4 Prozent.
Die Preise für "Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke" stiegen gegenüber April 2007 im Schnitt um +6,9 Prozent und waren damit nach Angaben der Statistik Austria von Donnerstag für etwas mehr als ein Viertel der Inflationsrate verantwortlich. Hauptverursacher waren fast ausschließlich die Preise für Nahrungsmittel (+7,4 Prozent).
Wohnungsmiete teurer
In der Ausgabengruppe "Wohnung, Wasser und Energie" (+2,1 Prozent) schlugen v.a. die Materialpreise für die Instandhaltung und Reparatur von Wohnungen zu Buche (+5 Prozent; Zement +9 Prozent, Hydratkalk +8 Prozent, Ziegelstein +6 Prozent, Holzverkleidung +7 Prozent,). Die Heizöl-Preise lagen im April 27 Prozent über Vorjahr und trieben die durchschnittliche Teuerung bei Haushaltsenergie auf 4,4 Prozent.
Inflationsdämpfer im Jahresabstand war wie in den Vorperioden die Ausgabengruppe "Nachrichtenübermittlung" (-4,4 Prozent), wofür v.a. Preisrückgänge bei Telefon- und Telefaxdiensten (-3,9 Prozent; Internetentgelt -17 Prozent, Grundentgelt Mobiltelefon -3 Prozent, Gesprächsentgelt Mobiltelefon -2 Prozent, Grundentgelt Festnetz -2 Prozent, Gesprächsentgelt Festnetz -4 Prozent) verantwortlich waren. Aktionen beim Aktivierungsentgelt einiger Mobilfunkanbieter führten im Jahresabstand zu starken Preisrückgängen bei Telefonapparaten und Telefaxgeräten (-34,7 Prozent; Mobiltelefongerät -45 Prozent).
(apa/red)

