Kampf um Nummer eins gewinnt an Brisanz:
Endlich alle drei Kandidaten beim ÖFB-Team
- Goalie-Trainer Lindenberger: Gleiche Chancen für alle
- Verhältnis zueinander laut Payer von Respekt geprägt

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Engländer arbeitet am
"Ferrari-Fine-Tuning"
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BILDER: Die Spieler des ÖFB-Kaders für die EURO
Neben den mannschaftsinternen Duellen um einen Platz im definitiven 23-Mann-EM-Kader gewinnt jetzt auch das Rennen um das Einserleiberl im österreichischen Fußball-Nationalteam an Brisanz. Helge Payer trainiert schon seit dem Vorbereitungs-Auftakt am 8. Mai mit dem ÖFB-Großkader, nun stoßen auch seine Konkurrenten Jürgen Macho und Alexander Manninger ins Teamcamp in Lindabrunn.
Laut Goalie-Trainer Klaus Lindenberger darf sich jeder der Drei noch ernsthafte Hoffnungen auf den Job des ÖFB-Stammkeepers machen. "Die Chancen sind völlig gleich verteilt, daran hat sich nichts geändert", betonte der Oberösterreicher. Der WM-Teilnehmer von 1990 wird seine drei Tormänner (der vierte Schlussmann Christian Gratzei rutscht nur dann ins EM-Aufgebot, wenn sich einer aus dem Trio verletzt) mit Argusaugen beobachten. "Uns geht es vor allem um die mentale Verfassung, darum, zu sehen, wie sie mit Druck umgehen können", erklärte Lindenberger.
Die Gefahr, dass nach der endgültigen Entscheidung über die Nummer eins - die möglicherweise noch bis Anfang Juni auf sich warten lässt - Unruhe durch die zwei auf der Strecke gebliebenen Goalies entstehen könnte, sieht der ÖFB-Betreuer nicht. "So wie ich ihren Charakter einschätze, glaube ich das nicht. Außerdem ist ja nicht gesagt, dass einer alle EM-Spiele macht", meinte Lindenberger im Hinblick auf die Gefahr von Ausschlüssen oder Verletzungen.
"Gegenseitiger Respekt"
Auch Payer rechnet nicht mit Konflikten, egal wie das Trainerurteil ausfällt. "Wir können uns in der Mannschaft keine Missstimmung leisten", erklärte der Oberösterreicher, dessen Verhältnis zu seinen beiden Kontrahenten nach eigenen Angaben von "gegenseitigem Respekt" gekennzeichnet ist. Der Rapid-Goalie lässt sich nicht davon beeindrucken, dass ihm zuletzt in der Öffentlichkeit nur Außenseiterchancen auf ein Stammleiberl zugestanden wurden. "Ich befasse mich schon lange nicht damit, schaue nur auf mich und lese die Zeitungen zu diesem Thema nicht."
Er werde alles in seiner Macht stehende unternehmen, um bei der EM zwischen den Pfosten zu stehen. "Und egal wie die Entscheidung ausgeht: Ich möchte mich danach in den Spiegel schauen und sagen können, dass ich alles getan habe, um zu spielen", beteuerte der 15-fache Internationale, der sich fast schon überschwänglich über den bisherigen Verlauf der ÖFB-Vorbereitung äußerte.
"Positive Stimmung"
"Ich bin unglaublich begeistert über die positive Stimmung. Ich war schon auf einigen Team-Trainingslagern, doch so eine geschlossene Mannschaftsleistung habe ich noch nie gesehen." Der 28-Jährige schränkte aber auch ein: "Ich will das gar nicht zu sehr hervorheben, denn wer bei der EURO nicht alles gibt, hat bei dem Turnier sowieso nichts verloren." (apa/red)
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