15.5.2008 09:49

Nach Comeback hofft Dober auf EM-Einsatz:
Rapidler hat schwierige Phase überwunden

  • "Hab immer gewusst, dass ich da wieder rauskomme"
  • Außenverteidiger träumt von einer Karriere à la Cafu

Rechtzeitig vor der Fußball-Heim-Europameisterschaft hat Andreas Dober das Comeback geschafft. Der Defensivspieler galt 2005 als Shooting Star, als er nach einem kurzen Aufenthalt beim damaligen Erstliga-Club SCR Altach mit Rapid Meister wurde, die Champions League erreichte und den Sprung ins Nationalteam schaffte, mit dem er unter anderem in der WM-Qualifikation beim 0:1 in Manchester gegen England spielte.

Bald darauf aber ging es für den 22-Jährigen bergab. "Am Anfang ist alles sehr schnell gegangen, ich bin praktisch von Altach in die Champions League gekommen. Da war es klar, dass ich irgendwann in ein Loch fallen werde." Unter Trainer Georg Zellhofer war Dober weg vom Fenster, auch unter Peter Pacult schien sich zunächst nicht viel an seinem Pendeln zwischen Tribüne und Ersatzbank zu ändern, bis er sich im Herbst an der Nase nahm, ein zusätzliches Fitnessprogramm absolvierte und im Frühjahr wieder zum Stamm der späteren Rapid-Meistermannschaft zählte.

"Werde Fehler nicht noch einmal machen"
"Ich habe mich im Training hängengelassen, aber dann habe ich mir gesagt, dass es so nicht weitergehen kann. Dann habe ich hart an mir gearbeitet", erzählte der dreifache Teamspieler und beteuerte: "Ich weiß, woran es gelegen ist und werde den Fehler sicher nicht noch einmal machen." An einer Rückkehr zu alter Stärke hat Dober nach eigenen Angaben aber nie ernsthaft gezweifelt. "Ich habe gewusst, dass ich da wieder rauskomme, weil ich es fußballerisch draufhabe." Deshalb sei er auch von der Nominierung für den Großkader nicht wirklich überrascht gewesen.

Der rechte Außenverteidiger zählt bei direkten Positions-Konkurrenten wie György Garics oder Joachim Standfest zu jenen Spielern, die um einen Platz im definitiven 23-Mann-EM-Kader bangen müssen. "Aber bei uns gibt es kein Gegeneinander, sondern nur ein Miteinander", betonte Dober und wies auf sein gutes persönliches Verhältnis mit Garics, den er noch aus dessen Zeit bei Rapid kennt, und Standfest hin.

Dober bei Rapid "sehr glücklich"
Im Gegensatz zum Großteil des aktuellen ÖFB-Aufgebots musste Dober so wie seine Vereinskollegen auf eine Erholungsphase Anfang Mai verzichten und stattdessen auf Geheiß von Pacult mit Rapid nachtrainieren. "Am Anfang hätte ich schon gedacht, dass wir Urlaub bekommen. Aber jetzt sehe ich, dass es so besser war, weil wir im Rhythmus geblieben sind. Wenn man zur EURO will, muss man das in Kauf nehmen", sagte der Verteidiger, der erst kürzlich seinen Vertrag bei den Hütteldorfern bis 2011 verlängerte. "Ich bin bei Rapid groß geworden, Meister geworden und sehr glücklich."

Echtes Vorbild hat der Wiener keines, neben Ex-Basketball-Star Michael Jordan bewundert er aber vor allem den brasilianischen Rechtsverteidiger Cafu, der mit der "Selecao" 1994 und 2002 Weltmeister wurde. "Wenn ich so viel erreichen könnte wie er, wäre ich schon zufrieden", schmunzelte Dober.

(apa/red)

CASHPOINT - Wollen wir wetten?
Click!

15.5.2008 09:49
Seite bookmarken bei: ? Hilfe
zurück zur Startseite