Russland ohne UEFA-Cup-Helden zur EURO:
Zenit-Star Denisow schlug Nominierung aus
- Spätere Teamkarriere laut Hiddink weiterhin möglich
- Europacup-Sieg großer Schub für heimischen Fußball

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Igor Denisow, Mittelfeldspieler vom UEFA-Cup-Sieger Zenit St. Petersburg, hat auf die Teilnahme an der EURO 2008 in Österreich und der Schweiz (7. bis 29. Juni) verzichtet. Russlands Teamchef Guus Hiddink war von der Leistung Denisows im UEFA-Cup-Finale in Manchester, wo er das 1:0 beim 2:0-Erfolg über die Glasgow Rangers erzielt hatte, so beeindruckt, dass der Niederländer den 24-Jährigen in seinen vorläufigen 25-Mann-Kader hatte berufen wollen. Doch Denisow schlug diese Nominierung aus.
"Wir haben ihn eingeladen, ins Teamtrainingslager zu kommen, doch er hat diese Einladung ausgeschlagen", erzählte Hiddink beim Auftakt des russischen Teamcamps in Moskau. Nachsatz: "Das ist seine Entscheidung, und die ist zu akzeptieren."
Hiddink betonte aber gleichzeitig, dass sich Denisow damit nicht die Chance auf eine spätere Teamkarriere verbaut hat. "Vielleicht war er noch nicht bereits für eine Teamkarriere. Ich werde ihn auf jeden Fall für die WM-Qualifikation für Südafrika 2010 im Hinterkopf behalten", erklärte der 61-jährige Erfolgscoach.
Großer Schub für Russland
Hiddink erhofft sich von Zenits UEFA-Cup-Triumph einen positiven Effekt für das russische EM-Team, das zunächst Spanien (10. Juni in Innsbruck), Griechenland (14. Juni in Salzburg) und Schweden (18. Juni in Innsbruck) zu Gegnern in der Gruppe D hat. "Dieser Sieg gibt dem gesamten russischen Fußball einen großen Schub, aber noch wichtiger ist, dass er unserem jungen Team gezeigt hat, dass nichts unmöglich ist", sagte Hiddink. "Wenn man an sich selbst glaubt, eine solide Strategie hat, aggressiven Angriffsfußball spielt und sich nicht mit zehn Mann hinten hineinstellt, dann kann man noch so übermächtige Gegner überwinden."
Zenit St. Petersburg hatte sich unter dem niederländischen Coach Dick Advocaat in den UEFA-Cup-K.o.-Runden gegen Villarreal, Olympique Marseille, Bayer Leverkusen sowie im Halbfinale gegen den haushohen Topfavoriten Bayern München (1:1 auswärts, 4:0 heim) durchgesetzt. Und gleich die erste Europacup-Finalteilnahme brachte mit dem 2:0 über den Rangers den großen Triumph für Zenit. Hiddink war von der Leistung der St. Petersburger so begeistert, dass er gleich sechs Zenit-Spieler in den vorläufigen 25-köpfigen EM-Kader berief. (apa/red)
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