Austria Kärnten ringt um Bundesliga-Lizenz:
Präsident Canori will bis zuletzt fighten
- Bestätigung über 600.000 Euro ist noch ausständig
- Kärntner Politiker streiten über Fußballförderungen

·Austria Kärnten vom FC Kärnten verklagt
Zweitligist fordert Geld in Höhe von vier Millionen
Im Ringen um eine Lizenz für die Saison 2008/09 geht es für Bundesligist SK Austria Kärnten bis zur letzten Minute heiß her. Noch am Nachmittag fehlt eine Bestätigung über 600.000 Euro für die an den Verein angeschlossene Fußball-Akademie. "Wir kurbeln bis zum Schluss", sagte Präsident Mario Canori.
Wie es um die Lizenzbemühungen des beinahe Fix-Absteigers aus der Red Zac Erste Liga, des FC Kärnten, stand, war unklar. Beide Mannschaften hatten in erster Instanz eine Absage erhalten und bis 24.00 Uhr Zeit, einen Protest einzulegen.
Man werde mit allen Mitteln versuchen, die nötigen Bestätigungen aufzutreiben, versicherte Canori gegenüber der APA. In Kärnten war es in den vergangene Tagen zu einem politischen Zank um die strittigen 600.000 Euro gekommen. Während das BZÖ diesen Betrag gerne aus dem - mit Geldern aus dem Hypo-Verkauf gespeisten - Kärntner Zukunftsfonds bezogen hätte, verlangte die ÖVP die Eingliederung der Fußball-Akademie in den Kärntner Fußballverband.
Politisches Hick-Hack um Fußballförderung
In dem Ringen um die Lizenzerteilung meldete sich sogar Landeshauptmann Jörg Haider telefonisch aus Rom bei der APA. Um Schaden von Kärnten abzuwenden, müssten "jetzt alle zusammenhalten", appellierte Haider an die anderen Parteien.
ÖVP-Chef Josef Martinz ließ wissen, dass er die Förderung des SK Austria Kärnten aus dem Zukunftsfonds "nicht zulassen werde". Die ständige Vermengung von den Themen EURO 2008 und Stadionangelegenheiten auf der einen Seite mit den Bemühungen um die Lizenz des Kärntner Bundesligisten auf der anderen sei lediglich ein "Fluchtweg aus dem gescheiterten SK Management."
Die Verantwortung für die Lizenz liege "beim Verein selbst", meinte auch SPÖ-Sportlandesrat Wolfgang Schantl und erinnerte an folgendes Haider-Zitat: "Wir haben nicht nur für dieses Jahr, sondern auch für die nächsten Jahre Sponsoren in einem Ausmaß aufgestellt, dass wir keine öffentlichen Mittel brauchen werden." (apa/red)
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