Freitag, 16. Mai 2008

Bosisio gewinnt beim Giro nach Alleingang:
Italiener entscheidet 1. Bergankunft für sich

  • Landsmann Giovanni Visconti verteidigt Rosa Trikot
  • Österreichs Meister Pfannberger nur auf Rang 52

Gabriele Bosisio hat bei der 91. Auflage des Giro d'Italia den wohl bedeutendsten Sieg seiner Karriere eingefahren. Der Italiener gewann die siebente Etappe von Vasto nach Pescocostanza (180 km) im Alleingang. Sein Landsmann Giovanni Visconti verteidigte trotz Problemen die Führung in der Gesamtwertung erfolgreich und darf sich auch nach der ersten Bergankunft das Rosa Trikot überstreifen.

Bosisios-Teamkollege und Titelverteidiger Danilo Di Luca sowie Tour-de-France-Sieger Alberto Contador brachten sich mit einem fünften bzw. achten Tagesplatz in Lauerstellung. Di Luca weist als Vierter in der Gesamtwertung 7:27 Minuten Rückstand auf Visconti auf, Contador belegt 7:56 Minuten hinter Bosisio Rang neun.

Christian Pfannberger erreichte mit 4:39 Minuten Rückstand auf Bosisio das Ziel und wurde 52. In der Gesamtwertung liegt der einzige österreichische Starter nach sieben Etappen auf dem 39. Platz.

Flucht kurz vor dem Ziel
Bosisio gehörte einer Fluchtgruppe an, die sich schon nach 8 der 180 km gebildet hatte. Kurz vor dem Ziel setzte sich der 28-Jährige von seinen letzten Begleitern ab und fuhr seinem bedeutendsten Erfolg entgegen. Bosisio war vor vier Jahren Profi geworden und hatte im vergangenen Jahr die Lazio-Rundfahrt sowie ein Olympia-Testrennen in Peking und in dieser Saison ein Straßenrennen in Italien gewonnen.

Die härteste Steigung des Tages währe beinahe dem Träger der "Maglia Rosa", Visconti, zum Verhängnis geworden, der den Kontakt zum Feld verlor. Dank der Unterstützung durch seinen Zimmerkollegen, den Olympiasieger und Weltmeister Paolo Bettini, gelang es Visconti, diese Niederlage noch abzuwenden. Am Schluss vermochte der italienische Straßenmeister sogar, seinen direkten Rivalen, den Deutschen Matthias Russ, um neun Sekunden zu distanzieren. (apa/red)

16.5.2008 19:22