Mittwoch, 14. Mai 2008

Deutlicher Sieg für Clinton in West Virginia:
Feiert damit aber nur symbolischen Triumph

  • Hillary kann Barack bis 3. Juni nicht mehr überholen
  • Obama kam lediglich auf 27 Prozent der Stimmen

Nach ihrem erwartet deutlichen Sieg bei den Präsidentschaftsvorwahlen der Demokraten im US-Bundesstaat West Virginia hat Hillary Clinton neuerlich bekräftigt, bis zum Schluss im Rennen gegen ihren insgesamt in Führung liegenden Mitbewerber Barack Obama bleiben zu wollen.

Sie sei "entschlossener denn je", ihren Kampf bis zum Ende der Vorwahlen am 3. Juni fortzusetzen, weil sie glaube, "der stärkste Kandidat" zu sein, sagte Clinton in der Wahlnacht vor jubelnden Anhängern in Charleston (West Virginia). Nach Berichten des US-Senders CNN erhielt Clinton in West Virginia 67 Prozent der Stimmen und damit 16 Delegierte für den Nominierungskongress ihrer Partei Ende August in Denver. Obama kam demnach auf 26 Prozent und sieben Delegierte. Der Senator aus Illinois hatte nur einen einzigen Wahlauftritt in West Virginia absolviert und ging nach der Abstimmung auch nicht an die Öffentlichkeit.

Obama uneinholbar
Insgesamt und unter Einbeziehung der nicht an die Vorwahlergebnisse gebundenen Superdelegierten führt Obama aber fast uneinholbar mit 1.881 Stimmen, während Clinton CNN zufolge auf 1.713 kommt. Um noch gewinnen zu können, müsste Clinton nun 70 Prozent der noch zu erreichenden Delegiertenstimmen für sich verbuchen, was aufgrund des proportionalen Wahlsystems der Demokraten praktisch unmöglich ist. Erschwerend kommt hinzu, dass ihr Wahlkampf mindestens 20 Millionen Dollar Schulden angehäuft hat.

Die nächsten Vorwahlen bei den Demokraten finden am 20. Mai in Kentucky und Oregon statt. In Kentucky ist Clinton die Favoritin, in Oregon wird ein Sieg Obamas erwartet. Insgesamt stehen bei den Demokraten noch fünf Abstimmungen aus, die letzten am 3. Juni. Spätestens auf dem Parteitag Ende August muss eine Entscheidung fallen (apa/red)

14.5.2008 13:38